„Krone“-Serienkritik

„Cross“: Würdige „Nachfolge“ für Morgan Freeman

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17.11.2024 06:45

„Im Netz der Spinne“,  „…denn zum Küssen sind sie da“ – mit seinen Alex-Cross-Romanen schrieb James Patterson Literatur- und Morgan Freeman Kinogeschichte. Nun wird der Titelheld der gleichnamigen erfolgreichen Romanreihe – ein (Thriller-)Serienhelden auf Amazon Prime.

Eines gleich vorweg: Morgan Freemans Status als preisgekrönter Schauspieler steht hier nicht zur Debatte. Sollte hier allerdings die These aufgestellt werden, dass Aldis Hodge Morgan Freeman in den Schatten stellt, dann nur mit dem allergrößten Respekt. Damit wäre nicht nur Hodges muskelbepackte Statur gemeint, die wahrscheinlich jeden Normalsterblichen in den Schatten stellt, sondern seine Darbietung von Alex Cross – einem der meistgelesenen Romanfiguren der Gegenwart.

Alex Cross (Aldis Hodge) ist dem Serienmörder auf der Spur.
Alex Cross (Aldis Hodge) ist dem Serienmörder auf der Spur.(Bild: Amazon MGM Studios)

Die ersten beiden Alex-Cross-Romane von Bestsellerautor James Patterson („Im Netz der Spinne“ und „…denn zum Küssen sind sie da“) wurden mit Freeman in der Hauptrolle des gewieften Polizeipsychologen, der grausige Serienmörder jagt, verfilmt. In der Amazon-Prime-Serie „Cross“ gibt sich nun Hogde ein spannungsgeladenes Katz-und-Maus-Spiel mit einem mordenden Psychopathen. Gemeinsam mit seinem besten Freund und Polizei-Partner John (Isaiah Mustafa) versucht er den Täter zur Strecke zu bringen, während er gleichzeitig auf der Suche nach dem Mörder seiner Ehefrau ist und sich auch noch um das Wohlergehen seiner beiden Kinder kümmern muss.

„New Amsterdam“-Star Ryan Eggold diesmal in einer etwas anderen Rolle.
„New Amsterdam“-Star Ryan Eggold diesmal in einer etwas anderen Rolle.(Bild: Amazon MGM Studios)

Mit „Cross“ ist eine spannende Thrillerserie gelungen, sie sich auch vor aktuellen Themen wie Rassismus und Polizeigewalt nicht scheut. Sie stehen zwar nicht im Mittelpunkt, versuchen aber ein realistisches Bild vom Schauplatz Washington D.C., abseits der Hochglanz-Polit-Hauptstadt, zu zeichnen. Dabei schultert Hodge die Serie mit Bravour (kein Wunder, bei den Schultern). Um die Anfangsthese nachzuschärfen: Hodges „Alex Cross“ stellt Freemans „Alex Cross“ in den Schatten.

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