Die Entscheidung, mit Alexander Harkam einen Grazer Schiedsrichter das 200. Grazer Stadtderby Sturm gegen GAK (Samstag ab 17 Uhr) pfeifen zu lassen, erhitzt mancherorts die Gemüter. Zu Recht, wie „Krone“-Schiedsrichter-Kolumnist Rene Eisner in seinem neuesten „Anpfiff“ meint.
Viele Augen werden heute im Derby zwischen Sturm und GAK auf Schiedsrichter Alexander Harkam gerichtet sein. Harkam schreibt als erster Grazer Spielleiter im Grazer Gipfel Bundesliga-Geschichte. Der Wunsch von Sturm-Trainer Christian Ilzer, bitte wenn möglich keinen steirischen Referee in einem steirischen Derby zu besetzen, wurde von der Schiedsrichter-Kommission nicht nur nicht erhört, man legte quasi sogar noch einen drauf.
Denn die Besetzung von Harkam – der auch das letzte Duell der Rivalen im Cup gepfiffen hatte – birgt schon Konfliktpotenzial. Warum? Weil Harkam in seiner Jugend beim GAK kickte. Natürlich kann man argumentieren, dass das lange her ist, viele Schiedsrichter einst als Spieler für viele regionale Vereine aktiv waren. Aber es ist für Fans nach wie vor ein rotes Tuch – und es lässt den Spielraum offen, dass ein Schiedsrichter unterbewusst im Zweifelsfall in eine Richtung tendiert. Nicht umsonst muss man der Kommission vorab jene Vereine, bei denen man aktiv war, bekanntgeben. Ob sich die Kommission hier einen Gefallen tut?
Die Regel, dass Referees Spiele ihrer „Landsmänner“ NICHT leiten dürfen, ist einst ja in der Corona-Zeit gekippt worden – um etwa Reisen oder Hotelaufenthalte zu minimieren. Die Regel wurde nie wieder „aktiviert“ – das könnte rein theoretisch für weiteres Konfliktpotenzial sorgen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.