Flut wird erwartet

Venedig aktiviert Dammsystem MOSE gegen Hochwasser

Ausland
17.10.2024 11:50
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Venedig wird ein Hochwasser von 1,10 Meter erwartet. Die städtischen Behörden haben daher am Donnerstag die Einsetzung des Dammsystems MOSE beschlossen, um die Lagunenstadt vor einer Flut zu schützen.

Der Pegel erreichte wegen des Schirokko-Windes einen Stand von etwa 110 Zentimetern über dem Normalstand, wie die Gemeinde mitteilte. Die 78 Barrieren an drei Wasserstraßen der Lagune könnten auch in den kommenden Tagen aktiv bleiben, da heftige Regenfälle erwartet werden, berichteten die Behörden.

Dammsystem ist seit 2020 einsatzbereit
Die Flutschutztore befinden sich an drei Einfahrten zum Hafen der Stadt im Meer und sind seit 2020 einsatzbereit. Das milliardenschwere Bauprojekt war heftig umstritten. In der Nacht auf den 13. November 2019 hatte Venedig noch eine katastrophale Flut heimgesucht. Das Wasser – angetrieben durch den Schirokko - stieg damals auf 187 Zentimeter über dem Meeresspiegel. Das war der höchste Stand seit einer verheerenden Überschwemmung im Jahr 1966, als 194 Zentimeter erreicht wurden.

Regen und Erdrutsche im Norden Liguriens
Unwetter wurden am Donnerstag in mehreren italienischen Regionen, darunter Ligurien, Emilia Romagna und Toskana, gemeldet. Bis Montag werden weitere Niederschläge erwartet. Heftige Niederschläge und Erdrutsche haben am Mittwoch die norditalienische Region Ligurien heimgesucht. Flüsse traten über die Ufer und Straßen wurden überflutet.

Fluss über die Ufer getreten
Der Zugverkehr wurde zwischen den Badeortschaften Loano und Pietra Ligure eingestellt, wie lokale Behörden berichteten. Der Fluss Bormida trat in der Gegend der Hafenstadt Savona in den Städten Ferrania, Altare und Cairo Montenotte aufgrund starker Regenfälle über die Ufer.

Heftige Niederschläge hatten in den vergangenen Wochen wiederholt Norditalien heimgesucht. Besonders betroffen war die Region Emilia Romagna, die bereits von schweren Unwettern im Mai 2023 heimgesucht worden war. Damals gab es 17 Todesopfer und Schäden in Milliardenhöhe.

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