Liqui-Moly-Pate Ernst Prost, er wird auf 400 Millionen Euro geschätzt, hat für mehrere Leben gearbeitet und seit 2022 einen neuen Abschnitt begonnen. Nach dem Manager-Dasein ist er auf der Suche nach etwas Neuem. Seinem Ich. Ach ja, und dann kam ihm noch Christina Mausi Lugner dazwischen. Die „Krone“ besuchte ihn auf seinem Berghof in Bayern.
Kann Geld glücklich machen? Bestimmt kann es das, wenn man sich nicht darum sorgen muss. In dieser komfortablen Lage befindet sich Ernst Prost. Der 67-jährige ehemalige Pate des Weltkonzerns Liqui Moly wird von Managermagazinen auf rund 400 Millionen Euro taxiert.
Erst Manager, jetzt Aussteiger
Gänzlich davon unbeeindruckt, entflammte da heuer auf Teneriffa die Liebe zwischen Christina Mausi Lugner (59) und ihm, der sich seit 2022 allem Manager-Stress entsagte, um ein anderes Leben zu leben. Im Winter lebt er auf Teneriffa, ansonsten auf einem Berghof in den Bayerischen Alpen, wo ADABEI ihn besuchte.



Bei Lugners war viel Liebe
Die Sache mit Mausi ist längst passé. „Wir haben nach wie vor freundschaftlichen Kontakt“, erzählt uns der Mann, der eigentlich alles im Leben erreicht hat, außer vielleicht noch die Reise zum eigenen Ich, die er absolvieren will, „Wir haben wie in zwei Welten gelebt. Aber natürlich habe ich mitbekommen, was da jetzt alles nach dem Tod von Richard Lugner passiert. Mir tut es so leid für die ganze Familie, denn da war so viel Liebe, die ich bei ihnen immer stark gespürt habe.“
Ich vermisse mein altes Leben nicht, sonst würde ich ja wieder zurückkehren.
Ernst Prost
Emotionen sind es auch, die der Mann, der von einigen Medien wegen seines Aussteigertums „Alm-Öli“ getauft wurde, offen auslebt. Es interessieren und faszinieren ihn, der einen Weltkonzern aufgebaut hat, mittlerweile die kleinen Dinge im Leben, „Ja, wenn ich zum Beispiel einen Käfer bei mir auf der Alm sehe, den ich nicht kenne, dann beschäftige ich mich damit, schlage nach, was für ein Tier das ist. Dafür hätte ich früher nie Zeit gehabt. Auch nicht für meine drei Stiftungen, oder aktuell den Wiederaufbau eines Tierheimes.“ Da schmerzt es doppelt, wenn er in einigen Foren von wildfremden Menschen wegen seines nicht angepassten Aussehens öffentlich diffamiert wird.
Prosts allergrößter Luxus
Uns beschäftigt es dennoch: Vermisst er nichts aus seinem alten Leben? „Nein, sonst würde ich wieder zurückgehen. Aber in mir brennt ein Feuer. Also ich muss mich manchmal schon künstlich zurückhalten, gell?“ Heißt, einen Rückfall schließt er zwar aus, scheint aber nicht ganz unmöglich.
Stellt sich die Frage, was für ihn, der oft in der Gegend unterwegs ist, nur um Menschen kennenzulernen, und der sich alles leisten kann, wahrer Luxus bedeutet? „Ehrlich, es ist die Zeit für mich zu haben. Und manchmal auch einfach nur Langeweile haben dürfen.“
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