Es sind keine rosigen Zeiten für die Wirtschaft in Österreich. Experten sprechen von einer Rezession. Das hat auch Auswirkungen auf Tirol. Hierzulande rührt die WK deswegen die Werbetrommel für den Export und verweist auf über 100 Außenstellen, die helfen.
Das zweite Jahr in Folge schrumpft Österreichs Wirtschaft, sieht sich also mit einer Rezession konfrontiert, wie die „Krone“ berichtete. Angesichts dessen rührt Tirols Wirtschaftskammerpräsidentin Barbara Thaler die Werbetrommel und möchte Betriebe dazu animieren, in mehr Länder zu exportieren. „In Zeiten wie diesen ist es wichtig, sich als Unternehmer zu überlegen, wie man seine Erfolgschancen erhöhen kann.“
Der Export von Waren und Dienstleistungen ist eine Möglichkeit, die sich sehr rentabel auswirken kann.
Barbara Thaler
Über 100 Außenstellen rund um den Globus
Schon jetzt gehöre Tirol mit einer Exportquote von 42,2 Prozent bzw. rund 21.000 Euro pro Kopf zu den Top-Playern. „Laut Schätzungen belief sich das Exportvolumen im Vorjahr auf 16,6 Milliarden Euro“, rechnet Thaler weiters vor. Die WK-Chefin verweist unter anderem auf die über 100 Außenstellen weltweit, die vor Ort den Tiroler Betrieben helfen, Fuß zu fassen.
Auch hierzulande „unterstützen wir interessierte Betriebe durch diverse Förderungen und andere Serviceleistungen“.
Es ist wichtig, sich nach alternativen Märkten umzusehen und innovativ zu sein. Hätten wir nicht die Globalisierung genutzt, gäbe es 3CON heute nicht mehr.
Georg Schemmerer
Firma in Ebbs als Beispiel
Eine Firma, die von diesen Services profitiert hat, ist die in Ebbs beheimatete 3CON Anlagenbau GmbH, die vorwiegend in der Automobilindustrie tätig ist. Georg Schemmerer, verantwortlich für den Vertrieb, sagt, dass „wir in den vergangenen Jahren mithilfe der WK Niederlassungen in den USA, China und Mexiko aufgebaut haben. Vor allem während der Corona-Pandemie hat uns das geholfen, den Problemen bei den Lieferketten die Stirn zu bieten“.
Als Nächstes möchte die Firma, die heuer mit einem Umsatz von 170 Millionen Euro (2023: 135 Millionen Euro) rechnet, die Fühler in den südostasiatischen Raum und später nach Indien ausstrecken. „Es ist wichtig, sich nach alternativen Märkten umzusehen und innovativ zu sein. Hätten wir nicht die Globalisierung genutzt, gäbe es 3CON heute nicht mehr“, ist Schemmerer überzeugt.
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