Kommt bald ein Rauchverbot im Schanigarten? Die Vorarlberger Gastronomen gehen auf die Barrikaden, sie wollen ein entsprechendes Verbot unbedingt verhindern.
Geht es nach der Europäischen Kommission, könnte bald eine europaweite Empfehlung für ein Rauchverbot in Außenbereichen gastronomischer Stätten ausgesprochen werden. Das passt aber einigen – nicht nur Rauchern – gar nicht: „Wir gehen davon aus, dass es bei uns in Vorarlberg ein klares politisches Bekenntnis geben wird, keine zusätzlichen Regulierungen für die Gastronomie einzuführen“, erklären Mike Pansi und Stefan Köb von der Fachgruppe Gastronomie der Wirtschaftskammer Vorarlberg (WKV), die sich kritisch gegenüber weiterer Bürokratie äußern.
Als übertriebene Maßnahme empfunden
Sie betonen, dass derartige Maßnahmen gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten schädlich für die Branche seien und zur Abwanderung von Gästen in private Bereiche oder Vereinshäuser führen könnten. Außerdem könnte die Maßnahme zu einem Verdrängungseffekt führen, bei dem die Gäste beispielsweise gezwungen wären, auf öffentliche Flächen außerhalb der Betriebe auszuweichen. Eine Ausweitung des Qualmverbots von den Innen- zu den Außenbereichen sehen Pansi und Köb als übertrieben an – und als weitere Belastung der Gastroszene nach Corona und Co. Beide befürchten, dass das Verbot vor allem Betriebe im ländlichen Raum in den Ruin treiben könnte und somit mehr zerstören als schützen würde.
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