Der gesundheitlich angeschlagenen Betreiberin eines privaten Tierheims in Niederösterreich wuchs ihre Verantwortung über den Kopf. Das Resultat: Viel zu viele Hunde auf dem Gelände, teilweise in einem so schlechten Zustand, dass diese sofort behördlich abgenommen wurden – wir haben berichtet.
Dem Vernehmen nach wurden sogar die erfahrenen Einsatzbeamte blass, als sie bei ihrem Lokalaugenschein die Schützlinge des Tierheims zu Gesicht bekamen. Anlass war eine – auch der „Krone“ zugespielte – anonyme Anzeige, die ein höchst bedenkliches Bild von den Zuständen vor Ort zeichnete.
Die Vorwürfe haben sich teilweise leider bewahrheitet. Die für Fälle dieser Art in Niederösterreich gegründete „Taskforce Tierschutz“ musste als Sofortmaßnahme vier Hunde in einem anderen Tierheim unterbringen, damit diese dort aufgepäppelt werden können.
Bandbreite an Verstößen
Hier handelt es sich nach Angaben der Behörde um einen Weimaraner, einen Boxer, sowie zwei Dackel. Bis diese allerdings auf neue, gute Plätze vergeben werden können, wird noch Zeit vergehen. Denn die rechtliche Situation ist derzeit Gegenstand von laufenden Ermittlungen. „Es werden Verfahren zu verschiedenen Verstößen gegen das Tierschutzgesetz eingeleitet“, gibt die Bezirkshauptmannschaft auf Anfrage der „Krone“ an.
Ich bin sehr froh, dass durch rasches Einschreiten und gutes Zusammenwirken aller Beteiligten eine verbesserte Situation für die Tiere geschaffen werden konnte.

Josef Kronister, Bezirkshauptmann
Bild: BH St. Pölten
Über Veranlassung der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten wird die Zahl der derzeit noch vor Ort befindlichen Tiere auf eine dem Tierwohl zuträgliche Zahl reduziert und ein Aufnahmestopp wurde verhängt.
„Die neue Taskforce ist ein zuverlässiger Garant für mehr Tierschutz in Niederösterreich. Damit wird in der Tierhaltung die ,Spreu vom Weizen‘ getrennt. Das Wegschauen hat nun definitiv ein Ende gefunden“, zieht FPÖ-Tierschutzlandesrat Susanne Rosenkranz eine erste Bilanz nach einem dreiviertel Jahr seit der Gründung. „Die Taskforce ist Tierschutz mit Herz und Verstand“, betonte Rosenkranz.
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