Jorge Martin hat am Sonntag das MotoGP-Rennen in Indonesien gewonnen und damit seine WM-Führung wieder auf 21 Punkte ausgebaut. Francesco Bagnaia, sein härtester Titel-Konkurrent, wurde Dritter. Auf Rang zwei landete Rookie Pedro Acosta.
Pech hatte Marc Marquez: Das Bike des Spaniers ging nach einem technischen Defekt plötzlich in Flammen auf.
Acosta darf verspätet über Platz zwei jubeln
Acostas vierter Saisonpodestplatz wurde nach einer Untersuchung zum Reifendruck seiner Tech3-KTM erst über eine Stunde nach Rennende bestätigt. Der Jungspund zeigte ein bärenstarkes Rennen und drang einmal mehr als einziger Fahrer in die überlegene Ducati-Phalanx ein. „Ich habe gewusst, die Strecke liegt mir“, erklärte der 20-Jährige. „Die KTM ist gut bei diesen Verhältnissen, wenn es nicht so viel Grip gibt. Wir sind glücklich, weil wir näher und näher kommen.“ Der Spanier schüttelte ob der Reifendruck-Regel kurz nach der Zieldurchfahrt den Kopf und jubelte bei der Siegerehrung nicht. Am Ende durfte er seinen zweiten Platz aber behalten.
Auch bei KTM-Werksfahrer Brad Binder wurde nach Rang acht der Reifendruck beanstandet. Der Südafrikaner kam aber ebenfalls ohne Strafe davon, er sprach nach dem Rennen von einem Problem mit dem Messsensor. In der WM liegt Acosta als bester Nicht-Ducati-Pilot nun unmittelbar vor Binder auf Rang fünf.
Hier der Endstand:
Crash kurz nach dem Start
Das Hitzerennen war von Beginn an turbulent. Bereits kurz nach dem Start gab es einen Crash, in den unter anderem KTM-Mann Jack Miller involviert war. Bagnaia bekundete Probleme, die Reifen an seiner Werks-Ducati auf Temperatur zu bringen und rutschte zwischenzeitlich aus den Top fünf, kämpfte sich aber wieder nach vorne. „Es war ein sehr, sehr hartes Rennen. Ich hatte am Start wieder Probleme, das müssen wir verbessern“, meinte der 27-jährige Italiener.
Sein Teamkollege Enea Bastianini riskierte sieben Runden vor Schluss zu viel und stürzte. Auch Marc Marquez schied aus. Die Gresini-Ducati des sechsfachen Weltmeisters hatte nach einem Zylinder-Defekt Feuer gefangen. Die WM scheint damit nach 15 von 20 Saisonrennen nur noch ein Zweikampf zwischen Martin und Bagnaia, der am Vortag den Sprint gewonnen hatte und dem mit seiner Pramac-Ducati gestürzten WM-Leader damit nahegerückt war.
Hier der WM-Stand:
Kein „normaler Sieg“
„Das ist kein normaler Sieg“, sagte Martin, nachdem er im Hauptrennen zurückgeschlagen hatte. „Nach dem Crash gestern und allem, das in den vergangenen Monaten passiert ist, ist es eine Befreiung.“ Neun Grand Prix in Folge hatte der 26-jährige Titelanwärter seit Mai zuletzt nicht gewonnen. Martin: „Ich denke, wir sind bereit für das nächste Rennen.“ Das geht bereits kommenden Sonntag in Motegi in Japan über die Bühne.
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