Lukas Reim muss sich jetzt neu orientieren, nachdem der Verband nicht mehr mit ihm plant. Sein Fokus liegt dadurch auf viel Training und dem Studium. Einen Wechsel an die Küste zieht der 26-Jährige auch in Betracht.
Vor rund eineinhalb Wochen flatterte plötzlich eine Kündigung ins Haus von Lukas Reim. Der Ruderer bekam vom Bundesheer die Mitteilung, dass sein Vertrag nicht verlängert wird, er mit November kein Heeressportler mehr sein wird. „Der Ruderverband hat sich dafür entschieden, dass er sich eine Zukunft mit mir nicht vorstellen kann. Das ist natürlich schade“, seufzt Reim.
„Leider ist mit mir nicht kommuniziert worden. Da schwebt man als Athlet auch in der Luft. Gott sei Dank habe ich meinen Vater als Trainer, den Ruderklub Möve Salzburg und das Olympiazentrum.“
Das Ruder-Ass erhält noch ein Jahr eine berufliche Förderung, einen gewissen Teil des Gehalts, vom Heer. Zudem hofft der 26-Jährige, dass er vom Salzburger Olympiakader weiterhin eine Förderung erhält. „So kann ich mein Studium (Anm. Recht und Wirtschaft) fertig machen. Das habe ich in den vergangenen eineinhalb Jahren hinten angestellt“, will er sich auch für die Karriere danach gut wappnen.
Landesmeistertitel geholt
Sportlich trainiert er aber voll weiter, teilweise 24 Stunden pro Woche. „Dann schaue ich, was sich ergibt. Groß im Raum steht natürlich das Küstenrudern.“ Diese Sportart wird nämlich 2028 in Los Angeles erstmals olympisch. Ob sie ihm auch liegt, wird sich erst zeigen, wenn er sich im Frühjahr an die Küste wagt.
„Mein Umfeld und Team sagt, dass es gut zu mir passt. Ich habe bis 14 Fußball gespielt, das Laufen kenne ich und ich bin grundsätzlich ein spritziger Typ“, ist der Salzburger hoffnungsvoll.
Gestern beendete er jedenfalls die Wettkampfsaison 2024 mit dem Landesmeistertitel im Einer. Bei den Damen siegte Tabea Minichmayr.
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