„Legt Rapid auch noch auswärts zu, sind sie ein Titelanwärter“, ist Herbert Prohaska überzeugt. Seine „Krone“-Kolumne lesen Sie hier:
Die Top vier - auch weil Salzburg zwei Spiele weniger hat – durch einen Punkt getrennt, positive wie auch negative Überraschungen und ein Schnitt von über 8600 Fans pro Partie: Der Liga-Start macht Lust auf mehr, wirbelte die Hierarchien durcheinander. Weil das vermeintliche Spitzenduo schon Federn ließ, bestimmt noch Reserven hat: Das Double war für Sturm eine Riesensache, dies zu bestätigen ist nie einfach. Salzburgs Team wird gefühlt von Jahr zu Jahr jünger, hochtalentierte Kicker, denen Führungsspieler fehlen. Was zu Schwankungen führt und unsere Meisterschaft spannend hält.
In welcher sich Rapid bislang ganz stark präsentiert – Grün-Weiß hat sich in den letzten zwei Jahren stets top verstärkt: Defensiv macht es Raux-Yao spitze, Sangaré passt als Sechser perfekt zu Grgic, Jansson blüht auf, Beljo trifft vorne – sie sind vier von mehreren Trumpf-Assen. Sollte Rapid auch auswärts zu siegen beginnen, können sie in den Titelkampf eingreifen. Bitter nur, dass zum zweiten Mal in Folge keiner vom Derbysieg sprach, die Ausschreitungen viel vom Wiener Derby kaputtmachen.
Zwei LASK-Hoffnungen
Denn auch die Austria legte bislang eine Steigerung hin. Es wird nicht für ganz vorne reichen, aber ein Zittern um die Top 6 sollte es heuer auch nicht geben. Ganz im Gegensatz zum LASK – für mich die große Enttäuschung bislang, Neo-Coach Schopp und der wieder fitte Zulj sind nun die großen Hoffnungsträger.
Viel erlauben können sich die Linzer im Kampf um die Top 6 vorerst nicht mehr, da Stadtrivale Blau-Weiß unglaublich stabil auftritt – mit einem Österreicher-Anteil von 73 Prozent, dem höchsten in der Liga! Wie auch Wolfsberg, wo man Didi Kühbauer nur gratulieren kann. Er macht es großartig, ihm fehlt in seiner Trainer-Karriere nur das Tüpfelchen auf dem i – ein Titel!
Schmunzeln lässt mich der Blick auf die Torjägerliste: Dass mit Ronivaldo und Santos ein Duo mit brasilianischen Wurzeln voran liegt, klingt nicht schlecht. Was Ronivaldo mit 35 fabriziert, verdient sehr viel Respekt, Santos macht Tore, wie sie nur ein „Samba-Tänzer“ erzielen kann. Ich bin guter Dinge, dass die Spannung in den nächsten Wochen anhält. Eine Bitte hätte ich an die Fans: Erspart uns unnötige Nebengeräusche wie vergangenen Sonntag, überlasst die Bühne den Kickern!
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