Science-Fiction-Liebhaber aufgepasst! Macht, Geld und Gier haben New Rome in den Abgrund geführt – doch Cäsar Catiling (Adam Driver) will die einstige Glanzmetropole wieder aufbauen. Bürgermeister Cicero (Giancarlo Esposito) kämpft dagegen, während seine Tochter Julia (Nathalie Emmanuel) an der Seite Cäsars steht. Lesen Sie hier unsere Kino-Kritik zu „Megalopolis“, einem sehr bemerkenswerten Streifen.
Darauf muss man erst einmal kommen, nämlich eine römische Fabel in einer futuristischen Welt anzusiedeln, wobei ein Vergleich mit den Vereinigten Staaten von Amerika durchaus gewollt scheint: Da will ein Städteplaner und Architekt namens Cesar Catilina (Adam Driver) die „City of New Rome“ mit seinen zukunftsweisenden Ideen überziehen und das gelb schimmernde Element Megalon schient dafür der perfekte Baustoff zu sein.


In dem Bürgermeister Franklyn Cicero (Giancarlo Esposito) hat er jedoch einen erbitterten rückwärtsgewandten Widersacher. Und Catilinas Verbindung zu dessen Tochter Julia (Nathalie Emmanuel) befeuert den Zwist auch noch ...
Francis Ford Coppolas ausschweifendes SciFi-Epos strukturiert beschreiben zu wollen, ist nahezu unmöglich, implodiert hier doch eine Fülle an Ideen, Szenen und Bildern, die sich unvermittelt vervielfachen. Und doch trägt sie, die Statik dieses sich verselbstständigenden filmischen Werks, das sich rund um einen in seiner Kreativität beschnittenen Fantasten rankt, der gegen Korruption, Intrigen und Machtmissbrauch anzukämpfen hat.
Dass hinter all dem visuellen Wahnsinn Vergänglichkeit und Endlichkeit durchschimmern – wie durch einen zerschlissenen Stoff -, bringt uns Coppolas Ansinnen hinter dieser überbordenden Wundertüte von einem Film letztlich näher: Er, der – bildlich gesprochen – lianenschwingend über seinen Bewunderungsvorschuss hinwegturnt, scheint wohl über die Zukunft der Welt, auch die des Kinos, ins Grübeln geraten zu sein.
Sein Credo: Ohne Visionen kommen wir nicht aus! Und wenn sich in „Megalopolis“ am Ende alle Hoffnung auf ein Neugeborenes richtet, dann ist es um unser Dasein nicht so schlecht bestellt.
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