„Der Enzian blüht, wenn der Enzian blüht“, meinte der Vorarlberger bei einer Pressekonferenz am Mittwochvormittag in Dornbirn. Er wolle nicht lügen, sondern sagen, was ist. Und so schließe sich für ihn ein Lebenskapitel, in dem kein Platz mehr für Politik ist. Die Mitgliedschaft bei den NEOS legt er nieder.
Der Abschluss seiner parteipolitischen Karriere sei das Resultat eines langen Reifungsprozesses, sagte Strolz. Und der sei eben zu Ende, wenn er zu Ende sei, hielt er in der für ihn typischen Art fest. In der vergangenen Woche sei in ihm die Klarheit über seine eigene Zukunft gereift, und damit wolle er nicht zurückhalten. Danach befragt, ob er zum letzten Mal bei einer NEOS-Pressekonferenz auftrete, sagte Strolz: „Das weiß ich nicht.“ Wenn man ihn anfrage und hinzuziehen wolle, sei er gerne bereit. „Wir bleiben im Austausch, gemeinsam im Tun, mit Rollenklarheit“, erklärte der in Wien lebende Vorarlberger. Und ebenso klar sei, dass er sein Kreuz bei der Nationalratswahl bei den NEOS setze.
Bildungsminister
Strolz hatte sich vor rund einer Woche als künftiger Bildungsminister in Stellung gebracht, am Dienstag dann aber erklärt, er wolle sich aus der Parteipolitik zurückziehen und sich überparteilichen Friedensprojekten widmen. Das betonte er auch am Mittwoch. Seine Bereitschaft, Bildungsminister zu werden, wollte Strolz am Mittwoch nicht weiter kommentieren. Das sei letztlich nicht seine Entscheidung, „und ich will das nicht vertiefen“, sagte er. Die NEOS hatten seine Avancen ein Regierungsamt betreffend öffentlich nicht kommentiert.
Freilich unterstützte Strolz aber die Vorarlberger NEOS-Landessprecherin Claudia Gamon und den Vorarlberger Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl, Johannes Gasser, in ihrem Ruf nach einem Ausbau der verschränkten Ganztagesbetreuung. Im Sinne der Kinder verlangten sie einen Rechtsanspruch darauf. „Wir wollen Großes bewegen, treibende Kraft für eine Bildungsreform sein“, sagte Gamon, die sich Hoffnungen auf eine schwarz-pinke Landesregierung nach der Vorarlberger Landtagswahl am 13. Oktober macht. Seit Bruno Kreisky sei bei keiner Regierung mehr die Bildung im Mittelpunkt gestanden, kritisierte Strolz. „Ich glaube, dass Vorarlberg die NEOS gut tun würden“, unterstrich er.
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