Winterkorn im Spital
Prozess gegen Ex-VW-Chef nach Unfall unterbrochen
Seit Anfang September muss sich der ehemalige Vorstandsvorsitzende von VW, Martin Winterkorn (77), wegen der Dieselaffäre vor Gericht verantworten. Ihm werden gewerbsmäßiger Betrug, Marktmanipulation und Falschaussage vorgeworfen. Doch nach einem Unfall befindet sich Winterkorn im Krankenhaus. Das Verfahren ist unterbrochen worden.
Details zum Unfall „im häuslichen Umfeld“ wurden seitens des Landgerichts Braunschweig nicht genannt. Wie lange die Prozesspause dauern wird, ist noch unklar. Ursprünglich waren 90 Verhandlungstage bis September 2025 angesetzt.
Die Abgasmanipulationen bei Millionen VW-Fahrzeugen war im September 2015 durch Nachforschungen von US-Umweltbehörden und Wissenschaftlern aufgeflogen. Die Affäre stürzte den Autohersteller in die schwerste Krise der Firmengeschichte. Mittlerweile hat die juristische Aufarbeitung der Vorgänge Milliarden Euro verschlungen.
Winterkorn weist Vorwürfe zurück
Winterkorn weist sämtliche Vorwürfe gegen sich zurück. In seinem Eröffnungsstatement betonte „Mr. Volkswagen“, wie er auch genannt wird: „Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft, ich hätte in meiner Aufgabe als Vorstandsvorsitzender gebotene Handlungen unterlassen, Kunden und Aktionäre getäuscht und geschädigt und mich damit strafbar gemacht, trifft mich – am Ende meines beruflichen Weges – ganz erheblich.“
Übrigens war ein erster Prozess gegen Winterkorn Anfang 2021 aus gesundheitlichen Gründen vorläufig eingestellt worden.









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