Nach tagelangen heftigen Regenfällen wurde in Niederösterreich der Katastrophenzustand ausgerufen. Hunderte Menschen mussten vor den Wassermassen gerettet werden. Mehr als 25.000 Einsatzkräfte rückten aus. Darunter auch 122 Florianijünger aus Tirol, die mit ihren Kameraden im Osten gegen die Flut-Folgen kämpfen.
Seit Dienstag um 7 Uhr Früh kämpfen 122 Tiroler Feuerwehrleute aus vier Bezirken gegen die Folgen der Flutkatastrophe in Niederösterreich. Haupteinsatzort ist Rust im Tullnerfeld, wo die Wassermassen aus mehreren einst kleinen Bächen ganze Siedlungen überfluteten. „Teils stand das Wasser eineinhalb Meter hoch im Erdgeschoss, nun ist es aber weg und wir sind zumeist mit dem Auspumpen von Kellern bei Einfamilienhäusern beschäftigt“, schilderte Tirols Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter im „Krone“-Gespräch.
Die Menschen in unserem Einsatzgebiet waren evakuiert. Jetzt kehren sie zurück und müssen das Ausmaß der Zerstörung erkennen.

Jakob Unterladstätter, Landesfeuerwehrkommandant
Bild: DAUM Hubert
Insgesamt zählt man hier rund 120 sogenannte Schadstellen. Die Bewohner waren rund um den Höhepunkt der Flut evakuiert worden. Vielfach kamen sie fast gleichzeitig mit den Tiroler Helfern zurück zu ihrem zerstörten Hab und Gut. „Erstmals haben sie nun mit eigenen Augen gesehen, was das Wasser angerichtet hat. Entsprechend emotional spielt sich das Ganze ab“, sagt Unterladstätter. Bauern in der Gegend mussten teils ihre Tiere zurücklassen.
Die Tiroler Feuerwehrleute sind im örtlichen Sicherheitszentrum einquartiert. Die Nacht auf Dienstag verbrachten sie auf Feldbetten.
Weiterer Einsatztag, dann 450 Kilometer heimwärts
Am Mittwoch geht es erneut in den Pumpeinsatz, am späteren Nachmittag ist die 450 Kilometer lange Rückfahrt geplant. Andere Feuerwehr-Katastrophenzüge, teils aus anderen Bundesländern, übernehmen. Allein das gröbste Aufräumen dürfte Tage oder Wochen dauern.
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