Neue Geschäfte, ein Indoor-Spielplatz und Räume für Vereine und Jung-Unternehmer: Mit 13 zu 11 Stimmen entschied die Saalfeldener Stadt-Politik für eine Umwidmung des ehemaligen Möbelhauses.
Das seit Juli 2023 leerstehende Kika-Gebäude wird mit Leben gefüllt. Die Gemeindevertreter der Pinzgauer Stadt stimmten am Montagabend denkbar knapp für eine Umwidmung: mit 13 gegen 11 Stimmen. Damit ist der Weg frei für die zwei Pinzgauer Unternehmer Patrick Müller und Klaus Wallner ihr Zukunftsprojekt zu erfüllen. In einer ersten Reaktion zeigten sich die beiden gegenüber der „Krone“ erfreut: „Das ist auch ein Zeichen an die Bürger und Unternehmer. Es zeigt, dass Saalfelden Mut hat, Veränderungen zu ermöglichen.“
Geschäfte, Spielplatz, Räume für Vereine
Wie berichtet, feilten Müller und Wallner über ein Jahr an dem Projekt für das 1993 errichtete Gebäude mit rund 10.000 Quadratmetern Verkaufsfläche. Zuletzt machten sie auch Einschnitte: Sie strichen die bekannte Drogerie-Kette Müller. Fix dagegen sind die Diskonter Lidl, Action und Kare. Zudem soll auf einem Stockwerk ein Indoor-Spielplatz für die Jungen entstehen. Weiters bieten die Unternehmer Räume für Jung-Unternehmer und Vereine an.
Wir wollen mit dieser Entscheidung Saalfelden neu beleben, dazu gehört auch Leerstand zu verhindern.
Thomas Haslinger, Vize-Bürgermeister Saalfelden (ÖVP)
Widerstand hatte sich zuletzt in der Stadt gebildet, da Innenstadtkaufleute Umsatzeinbußen fürchteten. Zudem hatte sich die Stadtpolitik schon vor einigen Jahren einer Innenstadt-Belebung verschrieben. Das war vor allem der Grund, warum die SPÖ rund um Bürgermeister Erich Rohrmoser – neben den Grünen – gegen das Projekt war. Man wolle keine weiteren Geschäfte am Rande der Stadt und keine neue Konkurrenz für die Innenstadtgeschäfte, hieß es.
Dem entgegen standen das Bürgerforum, die FPÖ und die ÖVP rund um Vize-Bürgermeister Thomas Haslinger, der eine „Win-Win-Situation“ für die Stadt erkannte. Man werde aber auch „als Gemeinde streng auf die Auswahl der Mieter schauen“.
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