Heftiger Rundumschlag

De Bruyne tobt: „Geld schreit lauter als Spieler“

Fußball International
08.09.2024 09:00
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

ManCity-Kicker Kevin De Bruyne hat zu einem heftigen Rundumschlag gegen die UEFA und FIFA ausgeholt. Das Geld, so der Vorwurf des Belgiers, sei anscheinend lauter als die Stimmen der Spieler. Damit nimmt er Bezug auf die immer größere Anzahl von Spielen in einer Saison. 

„Das Problem ist, dass die UEFA und die FIFA immer wieder zusätzliche Spiele ansetzen und wir können Bedenken äußern, aber es wurden keine Lösungen gefunden“, kritisiert De Bruyne am Rande des Spiels der belgischen Nationalmannschaft gegen Israel.

Der 33-Jährige, der bei 3:1-Sieg zwei Tore erzielt hatte, zeigte sich deshalb nicht gut gelaunt. Viel mehr brannte dem Belgier das Thema der zusätzlichen Belastungen unter den Nägeln. So ließ er Dampf ab und rechnete knallhart mit FIFA und UEFA ab. „Es scheint, dass das Geld lauter schreit als die Stimmen der Spieler“, lautet sein bitteres Fazit.

Bis zu 80 Spiele pro Saison
De Bruyne und vielen weiteren Profi-Fußballern stößt es sauer auf, dass in allen drei wichtigen europäischen Wettbewerben (Champions League, Europa League, Conference League), die Anzahl der Teams und damit auch der zu absolvierenden Spiele aufgestockt wurden. Mit der neuen Klub-WM kommen zusätzliche Belastungen auf die Profis zu. Bis zu 80 Spiele pro Saison könnten auf einige Spieler zukommen.

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Dieses Jahr wird es vielleicht noch gut gehen, aber nächstes Jahr könnte es problematisch werden.

Kevin De Bruyne

„Das eigentliche Problem wird sich erst nach der Klub-WM zeigen. Wir wissen, dass zwischen dem Finale der Klub-Weltmeisterschaft und dem ersten Premier-League-Spiel nur drei Wochen liegen. Wir haben also drei Wochen Zeit, um uns zu erholen und uns auf weitere 80 Spiele vorzubereiten“, fasst der Belgier den „Wahnsinn“ zusammen.

Mittlerweile hat auch die Fußballergewerkschaft FIFPRO reagiert und bei der EU-Kartellbehörden eine offizielle Beschwerde eingereicht. „Dieses Jahr wird es vielleicht noch gut gehen, aber nächstes Jahr könnte es problematisch werden“, warnt De Bruyne abschließend.  

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