Mit rund einer Tonne überlebenswichtiger Güter für Menschen und Tiere im Gepäck machten sich Mitarbeiter des Vereins RespekTiere, darunter eine Mühlviertlerin, in einem Transporter zu einer beschwerlichen Reise in das osteuropäische Kriegsland auf.
Nach dem am 24. Februar 2022 von Wladimir Putin angeordneten Überfall russischer Truppen auf die Ukraine war die Hilfsbereitschaft in Europa enorm. Zahlreiche Hilfstransporte wurden losgeschickt, um das Leid der Bevölkerung vor Ort etwas zu lindern. Diese Solidaritätswelle ist inzwischen abgeflaut, die Not der Menschen aber nicht weniger geworden.
Der Salzburger Tom Putzgruber und die Mühlviertlerin Christine Schreiner – beide Mitarbeiter des Vereins RespekTiere – halten den Ukrainern jedoch weiter die Treue. Kürzlich organisierten sie bereits ihre fünfte Hilfsfahrt in das Kriegsland. „Wir waren 3000 Kilometer unterwegs, sind durch fünf Länder gekommen und haben eine Tonne an überlebenswichtigen Gütern mitgenommen“, erzählt Putzgruber.
Tiernahrung im Gepäck
Dringend benötigte Produkte wie Kleidung, Grundnahrungsmittel, medizinische Hilfsartikel, Hygieneartikel und Rollatoren wurden abgeliefert.
„Wir hatten auch 600 Kilo an dringend benötigter Tiernahrung für ein Hundeasyl in Uzghorod mit“, so Putzgruber. Die Fahrt war vor allem wegen der brütenden Hitze und nervenaufreibenden Wartezeiten an Grenzübertrittsstellen enorm anstrengend. „Es hat immer wieder Stunden gedauert, bis endlich die Zoll- und grenzpolizeilichen Formalitäten erledigt waren.“
300 Tiere in Tierasyl
In der Ukraine trafen die Tierschützer auf teils unvorstellbares Leid menschlicher und tierischer Natur. „Wir haben von Problemen ohne Ende erfahren – auch im Tierasyl, wo 300 Schützlinge untergebracht sind, monatlich aber höchstens zwei, drei Hunde adoptiert werden, jedoch ständig neue dazukommen.“
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