Die Gewohnheiten der Menschen ändern sich und damit auch ihre Konsumausgaben. So verlieren beispielsweise Produkte wie Bekleidung, Schuhe und Elektronik etwas an Bedeutung. Gleichzeitig steige alles, was mit Spaß, Erholung und Selbstoptimierung zu tun habe überproportional, teilte der Marktforscher RegioData mit.
Besonders starke Steigerungen gab es bei den Ausgaben für In-Game-Käufe, sprich digitale Transaktionen innerhalb von Videospielen, Räder, Schönheitseingriffe, Tiere und Tattoos. So gaben die Österreicherinnen und Österreicher für Schönheitsoperationen im Vergleich zu 2014 um 172 Prozent mehr aus. Bei den Tieren ist es ein Plus von 169 Prozent, bei Tätowierungen sind es 113 Prozent.
159 Euro jährlich für Haustiere
In absoluten Zahlen sind die Zahlen allerdings noch gering. Die Bevölkerung gibt durchschnittlich 68 Euro pro Person und Jahr für Schönheitseingriffe aus. Für Haustiere sind es bereits 159 Euro.
Wohnen und Verkehr vor Ernährung
Der mit Abstand größte Teil des Geldes fließt weiterhin in Wohnen (ohne Heizkosten), dafür sind es laut RegioData jährlich durchschnittlich 4666 Euro pro Einwohnerin und Einwohner. Das seien bereits um 46 Prozent mehr als 2014, während die Inflation in diesem Zeitraum um 33 Prozent gestiegen sei. Der zweitgrößte Posten ist der Verkehr (Individualverkehr, öffentliche Verkehrsmittel, Datenverkehr).
An dritter Stelle stehen die Ausgaben für Ernährung. Weitere hohe Posten sind die Haushaltsenergie und die Gastronomieausgaben. Für Essen außer Haus geben Österreicherinnen und Österreicher um 89 Prozent mehr Geld aus als noch vor zehn Jahren.
Insgesamt hat jeder Mensch in Österreich im Schnitt 27.075 Euro zur Verfügung, vor zehn Jahren waren es noch 19.970 Euro. Allerdings ist eine Gesamtinflation von 33 Prozent zu berücksichtigen. Die RegioData-Konsumausgaben sind eine jährlich aktualisierte Meta-Analyse. Dabei wird unter anderem auf Daten von Statistik Austria und Eurostat zurückgegriffen.
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