Wohin soll der Vierbeiner? Vor dieser Frage stehen in Salzburg immer wieder Einsatzkräfte, wenn Herrl oder Frauerl akut ins Spital muss. Ein Salzburger bietet jetzt dafür einen Service.
Vierbeiner stehen bei älteren Menschen hoch im Kurs. Oft sind sie ein Helfer gegen Einsamkeit. Um ins Freie und unter Leute zu kommen, legt man sich dann gerne einen Hund zu. Aber Senioren tragen auch ein höheres Risiko für gesundheitliche Notfälle.
Wohin soll dann der Hund? Patrick Weigand aus Salzburg beschäftigt diese Frage schon länger. Im Rahmen der Firma „Dogrunners“, die unter anderem bezahltes Gassigehen anbietet, startet er mit Anfang September in Salzburg einen neuen Service. Eine Rettungskarte für den Hund soll Frauerln und Herrln Sicherheit geben. Am Anfang steht ein Kennenlernen, dann werden Hund und Besitzer in die Kartei aufgenommen. Wenn ihm etwas passiert, finden die Einsatzkräfte in seiner Geldtasche sofort unseren Kontakt und können uns anfordern“, schildert Weigand. Die dortige Telefonnummer sei rund um die Uhr erreichbar.
Der Hund, den man ja schon kenne, werde dann abgeholt und betreut, beschreibt Hundekenner Weigand. Für den ersten Tag zahle der Besitzer nichts, die Mitgliedschaft koste rund 100 Euro jährlich.
Polizei: „Die Hunde sind oft verstört und nervös“
Bei Einsatzkräften könnte der Service für Erleichterung sorgen. Nach Verkehrsunfällen oder internen Notfällen stoßen Rettungskräfte regelmäßig auch auf Hunde. Ist der Patient nicht mehr ansprechbar, rufen sie die Polizei oder die Tierrettung. „Hat der Besitzer zum Beispiel einen Herzinfarkt, dann ist der Hund verstört und nervös. Da werden unsere Hundeführer angefordert. Mit ihrem Know-how und ihrer Ausrüstung beruhigen sie die Tiere und nehmen sie mit“, sagt der Salzburger Polizei-Sprecher Hans Wolfgruber.
Eine Notfallkarte könne da hilfreich sein. Die Einsatzkräfte hätten dann schnell einen Ansprechpartner und der Hund komme nicht ins Tierheim.
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