Die Freiwillige Feuerwehr von Pfarrwerfen wurde am Samstagabend zu einer Tierrettung gerufen. Erst unmittelbar vor Ort stellte sich heraus, dass das junge Reh gar nicht mehr am Leben war ...
Eine Spaziergängerin hatte am späten Samstagnachmittag am Ufer des Fritzbachs ein Rehkitz entdeckt. Es saß regungslos im Bereich einer Schotterbank an einer steilen Böschung. Die Einheimische benachrichtigte einen Bekannten, der daraufhin Nachschau hielt und sich vorsichtig an das Rehkitz annäherte.
Als er das Tier schließlich an der schwer zugänglichen Stelle erspäht hatte, entfernte er sich vorsichtig wieder, um es nicht zu verschrecken. Da es sich aber nicht von der Stelle zu bewegen schien und auch weit und breit kein Muttertier in Sicht war, verständigte er letztendlich die Feuerwehr, die dann um 19.45 Uhr von der Landesalarm- und Warnzentrale Salzburg zur Tierrettung alarmiert wurde.
Verletztes Rehkitz wurde vermutet
Tatsächlich konnte auch die Mannschaft das Jungtier in der Abenddämmerung rasch ausmachen. Zunächst wurde überlegt, ob es möglicherweise bereits verstorben sein könnte, was aber wegen seines erhobenen Kopfs unwahrscheinlich erschien. Es wurde sogar davon ausgegangen, dass das Kitz verletzt sein könnte.
Ein Trupp rüstete sich deshalb mit Einweghandschuhen, Decke und Taschenlampen für eine möglichst schonende Bergung. Die Bergung gelang dann völlig überraschend schnell und unkompliziert. Denn: Wie sich herausstellte, war das Tier tatsächlich bereits verstorben – und auch ausgestopft.
Ausgestopftes Jungtier statt echtem Kitz
Bei dem Rehkitz handelte es sich nämlich um ein Präparat. Von wem und warum dieses auf der Schotterbank des Fritzbachs abgelegt worden war, konnte nicht ermittelt werden. Es konnte jedenfalls aufgrund des Zustands ausgeschlossen werden, dass es vom Wasser dort angespült worden war.
Da ohnehin davon ausgegangen werden kann, dass sich der Pflegeaufwand in Grenzen halten wird, wurde beschlossen das Rehkitz vorübergehend im Feuerwehrhaus unterzubringen.
Schwere Verkehrsunfälle mit Menschenrettung, Großbrände, tobende Unwetter, ein Gefahrguteinsatz und eine regelrechte Flut an Wespennestern – das Jahr 2024 forderte die kleine Dorffeuerwehr Pfarrwerfen bisher 143 Mal bei Einsätzen.
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