So ist der Lauf der Zeit: In den 1960er-Jahren hat man den einst blühenden Pfarrgarten der evangelischen Luther-Kirche zum Parkplatz umfunktioniert. Vor zwölf Jahren wurden dann zwar die Autos verbannt, eine Aufhübschung der „Betonwüste“ passierte jedoch eher zurückhaltend. Doch genau das soll sich nun ändern.
„Wir sind schon so richtig vorfreudig“, zeigte sich die Pfarrerin der Evangelischen Pfarrgemeinde Linz – Innere Stadt, Veronika Obermeir-Siegrist bei der Präsentation glücklich. „Mit diesem Projekt gehen lang gehegte Wünsche unserer Gemeinde in bestmöglicher Form in Erfüllung. Der neue Martin-Luther-Platz hat beste Voraussetzungen, ein gut besuchter Treffpunkt zu werden und ist dazu prädestiniert, künftig als kommunikative Zone zu dienen, als Innenstadtoase, die zum Entspannen und für Veranstaltungen gleichermaßen geeignet ist.“
Zentrales Charakterelement der Platzgestaltung ist ein „Salon unter Bäumen“, der als Schauplatz für das Stadtgeschehen dient. Hier sollen 300 Quadratmeter Pflastersteine einer entsiegelten Fläche weichen, damit Regenwasser künftig in einem Schwammkörperunterbau unter den Bäumen versickern kann. Sechs neue Bäume ergänzen die bereits vorhandenen.
Pfarrgemeinde und Stadt investieren 800.000 Euro
Der Salon wird sich von einer grünen „Loge“ entlang der nördlichen Fassaden überblicken lassen. Diese Logen attraktivieren dabei die verkehrsberuhigte Johann-Konrad-Vogel-Straße. Dort werden die Gehsteige mit den Pflastersteinen der entsiegelten Fläche verbreitert. Losgehen soll die „Reformation“ 2025. Seitens der Pfarrgemeinde und der Stadt werden 800.000 Euro investiert. Für VP-Stadtvize Martin Hajart ist die Neugestaltung ein klares Zeichen für die Zukunft, für SP-Planungsstadtrat Dietmar Prammer eine nachhaltige Steigerung der Lebensqualität. Klimastadträtin Eva Schobesberger (Grüne): „Für den klimagerechten Umbau müssen wir alle an einem Strang ziehen, und dieses Projekt zeigt, wie uns das gelingen kann.“
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