Die Feuerwehr ist am Festival-Gelände Helfer und Ansprechpartner für (fast) alle Notlagen, die man sich am Frequency nur vorstellen kann. Die „Krone“ begleitete die Kameraden bei ihren vielfältigen Aufgaben.
Sie fragen nach Werkzeug zum Zeltaufbau, um Hilfe bei Wespenstichen, um den richtigen Weg am verwinkelten Gelände, um Wasser für ihr Planschbecken und sogar um Unterstützung bei der Suche nach einem vermissten Freund. Wenn die Besucher beim Frequency-Festival auf Feuerwehrkameraden treffen, dann wissen sie, dass sie in guten Händen sind. Auch wenn sich nicht jeder Wunsch erfüllen lässt, wie etwa das Füllen des Mini-Pools. „Aber wir haben ihnen einen Kübel organisiert und sie zur Traisen geschickt“, schmunzelt ein Feuerwehrmann.
Mehrere Standorte am Areal
Dabei haben die Florianis auch sonst genug zu tun. Sie besetzen während des kompletten Festivals drei Standorte. Am Camping-Gelände sind zwei Teams mit je acht Personen stationiert. Damit die Orientierung im Notfall problemlos klappt, ist das 35 Hektar große Areal kartiert und in kleine Zonen untergliedert. Am Hauptgelände sorgen zu Spitzenzeiten 20 Kameraden gleichzeitig für Sicherheit. Zwei wendige Quads und zwei Elektrofahrzeuge wurden eigens fürs Frequency ausgerüstet, zudem sind die Mitglieder auch am Rad und zu Fuß unterwegs und legen dabei Hunderte Kilometer zurück.


Zur Hauptaufgabe zählt das Verhindern von Bränden. Durch die derzeit gültige Waldbrandverordnung müssen die Florianis noch genauer hinsehen. „Die Besucher sind aber äußerst diszipliniert. Das war nicht immer so“, weiß der jahrelange Einsatzleiter Max Ovecka. Verbotene Gaskartuschen oder Einweggriller wurden beispielsweise heuer bislang kaum gefunden. Zusätzlich sorgt die Feuerwehr bei den Bühnen für Brandsicherheitswachen und arbeitet eng mit Rettung, Polizei und Security zusammen.
Die Suche nach Freiwilligen für das Festival klappt meist gut, es gibt sogar eine Warteliste mit Ersatzleuten. „Nur für die späten Nachtstunden finden sich etwas weniger. Man muss ja bedenken, dass sie das in der Freizeit machen“, betont Ovecka. Ins Straucheln kommt man personell aber nur dann, wenn zeitgleich andere Notfälle passieren. „Voriges Jahr hatten wir in unmittelbarer Nähe einen Wohnhausbrand, der durch einen E-Staubsauger am Balkon ausgelöst wurde. Und dann gab es noch drei Unfälle gleichzeitig auf der Autobahn“, erinnert sich der erfahrene Floriani, der als 2. Kommandant-Stellvertreter in der Feuerwehr St. Pölten-Stadt aktiv ist.
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