Jedes sechste Kind in Tirol ist in den Sommerferien unbetreut daheim – das ergab eine Umfrage der Tiroler Arbeiterkammer. Land und Sozialpartner versprechen nun für das kommende Jahr deutliche Verbesserungen.
Für viele Familien ist die Betreuung der Kinder in den Ferien kaum zu stemmen. Viele Betreuungseinrichtungen sind zu. Berufstätige, die nicht auf die Mithilfe von Oma und Opa zählen können, geraten rasch an ihre Grenzen.
Im kommenden Jahr soll es jedoch eine deutliche Entspannung geben. Gemeinsam mit den Sozialpartnern will das Land Tirol das Betreuungsangebot ausbauen. Neben den Gemeinden fungiert vor allem die AK als Anbieter. Diese setzt mit der „Sommerschule Plus“ und der Kinderferienaktion bereits seit Jahren auf ein Angebot für Familien. Mit 500.000 Euro unterstützt das Land die AK-Sommerschule jährlich. Diese Förderung wurde in einer Regierungssitzung am Feiertag verlängert.
Mehr Förderung für Kinderbetreuung in Gemeinden
Gemeinsam mit dem Gemeindeverband wurde auch eine Erhöhung der Förderung für bedarfsorientierte Kinderbetreuung beschlossen. Geplant ist, dass die Kinder Bildung GesmbH unter Einbindung der Sozialpartner ein Konzept zur Verbesserung der Sommerbetreuung erstellt. Gemeinden können dann darauf zurückgreifen.
Regierung und Sozialpartner äußern sich zuversichtlich, dass es für Tirols Familien ab 2025 deutlich einfacher wird, im Sommer die Kinderbetreuung zu organisieren. „Mit guter Bildung eröffnen wir unseren Kindern alle Chancen, mit der notwendigen Betreuung erleichtern wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für die Eltern“, fasst LH Anton Mattle die Ziele zusammen.
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