In Straßwalchen

Gas-Firma schießt beim Buhlen um Bürger übers Ziel

Salzburg
05.08.2024 08:00

Die australisch-österreichische Firma ADX Energy will in Straßwalchen nach Erdgas bohren und klärt über Vorteile für die Gemeinde auf. Diese stimmen aber teilweise gar nicht, wie die Bürgermeisterin der Gemeinde aufgeklärt.

Straßwalchen beheimatet einen der größten Gasspeicher Europas. Jetzt soll ein neues Feld gefunden und ausgebeutet werden. Denn ein großes Gasvorkommen wird vermutet. Die australisch-österreichische Gasfirma ADX Energy hat dafür die Rechte von der heimischen Montanbehörde erhalten. In einem Schreiben an die Bevölkerung berichtet das Unternehmen, dass man sogar dazu verpflichtet sei, nach Erdgas zu suchen. Ein Grundstück beim Ortsteil Rattensam wurde bereits gefunden. „Wenn der Grundstückbesitzer zusagt, können wir als Gemeinde nichts machen“, berichtet Bürgermeisterin Tanja Kreer (SPÖ). Sie betont, dass viele Bürger für die Erschließung des heimischen Gases sind, um von russischen Lieferungen unabhängiger zu sein.

Das Gas-Unternehmen selbst will die Bürger zusätzlich positiv für das Projekt stimmen. In seinem Schreiben hat die Firma aber auch übers Ziel hinausgeschossen. Darin zählen sie die Vorteile der Bohrung für die Gemeinde auf. Von den Einnahmen durch die Kommunalsteuer, zusätzliche Wertschöpfung oder von Direktzahlung von erhöhtem Flächen- und Feldzins ins Gemeindebudget ist die Rede. „Das geht natürlich nicht“, bremst die Ortschefin. Firmen können nicht ins Gemeindebudget einzahlen. Und auch die zu erwartende Kommunalsteuer ist nicht mehr als eine Blendgranate. Denn Arbeitsplätze werden vor Ort nicht entstehen. „Aber zumindest arbeiten wir an Möglichkeiten, dass das Unternehmen unsere Vereine unterstützen kann“, so Kreer. Das werde derzeit rechtlich geprüft.

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