Unglaubliches spielte sich in der Tischtennis-Arena von Versailles ab! Da hatten Chinas Topstars Wang Chuqin und Sun Yingsha gerade das zu erwartende Mixed-Gold abgeräumt, als beim Weltranglisten-Ersten die Freude rasch in Wut umschlug. Ein Fotograf hatte seinen Schläger kaputt gemacht!
Nur mit Mühe und Not konnten Chinas Betreuer Wang zurückhalten. Der war wütend in Richtung Fotografen gestürmt, hielt entsetzt seinen Schläger in die Kameras, der, gut erkennbar, am Griff abgeknickt war, irreparabel beschädigt. Was war passiert?
Das konnte auch der 24-Jährige in der Eile kaum herausfinden. Er posierte gerade mit seiner Partnerin für Siegerfotos mit der chinesischen Fahne, als sein Trainer ihn auf den demolierten Schläger hinwies. Nach dem Match, das sah man deutlich, war er noch ganz gewesen.
Sportlich hatte das Turnier, bei dem Wang Chuqin, drei Goldmedaillen holen will, gut für ihn begonnen. Die nordkoreanischen Überraschungsfinalisten Ri/Kim hielten zwar gut dagegen, doch letztlich sicherten sich die chinesischen Favoriten erstmals den Olympiatitel im Mixed, den sie bei der Premiere 2020 in Tokio noch verpasst hatten.
„Ich kann jetzt nichts mehr daran ändern“
Mit Chinas Team sowieso, aber auch im Einzel gilt Wang bei diesen Spielen als Topfavorit. Wer weiß, wie sehr Tischtennisspieler an ihrem Schläger hängen, weiß aber ebenfalls, dass die Zerstörung seines Rackets ein Hindernis sein könnte. Wang selbst sah es mit Abstand jedoch zumindest leicht gelassener: „Ich habe zuerst die Kontrolle über meine Emotionen verloren. Ich konnte nicht verstehen, warum die Fotografen so etwas tun würden. Ich schätze, es war unabsichtlich. Ich kann jetzt nichts mehr daran ändern. Ich glaube, dass ich auch mit meinem Ersatzschläger gut spielen kann.“
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