Krieg mit Botschaften
Taliban lehnen Visa aus Ländern wie Österreich ab
Die Taliban wollen künftig keine Pässe oder Visa mehr akzeptieren, die von der afghanischen Botschaft in Österreich, in Deutschland und in zahlreichen weiteren westlichen Ländern ausgestellt werden. Die neue Regelung gelte auch für weitere Dokumente.
Betroffen sind auch afghanische Vertretungen in der Schweiz, Belgien, Polen und weiteren Ländern innerhalb und außerhalb Europas. Das gab das von den Islamisten geführte Außenministerium in Kabul auf der Onlineplattform X bekannt.
Das Außenministerium forderte Afghanen im Ausland sowie Ausländer auf, konsularische Dienstleistungen anderorts in Anspruch zu nehmen.
Taliban kämpfen um Legitimierung
Begründet wird die Entscheidung mit Handlungen der Botschaften, die „willkürlich“ und „ohne Koordination“ seien. Die neue Regelung dürfte jedoch vor allem als Versuch gewertet werden, Kontrolle über die im Ausland aktiven Vertretungen zu erhalten.
Bisher hat kein Land die Taliban-Regierung offiziell anerkannt. In einigen Ländern wie China, Russland, Pakistan oder dem Iran haben etwa Botschafter der Taliban ihre Arbeit aufgenommen. In anderen Ländern operieren Botschaften, die mit der alten, vom Westen gestützten Regierung in Verbindung stehen. Die Taliban haben im August 2021 erneut die Macht in Afghanistan übernommen.









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