Tiroler – die Herkunft ist den Bewohnern des Lands am Inn bekanntlich besonders wichtig. Im österreichischen Olympia-Team für Paris sind vier Sportler, die nicht eindeutig unserem Bundesland zugeteilt werden können. Ein Quartett, das als „Beute-Tiroler“ durchgeht.
Reiten – Max Kühner: Geboren in München und bis 2015 rund 30 Mal Mitglied in deutschen Nationenpreismannschaften. Dann aber bekam Max den österreichischen Pass und reitet seither für den Reitklub Kitzbühel. Mit EM-Bronze in Mailand 2023 sicherte sich der 50-Jährige erstmals ein Olympia-Ticket. Ein Traum, den Kühner seit seinen ersten Reitstunden in Kitz hegte.
Klettern – Jessica Pilz: Sie stammt aus Haag in Niederösterreich, hat in Amstetten maturiert. Das Kletterfieber befiel sie auch in ihrer Heimat – seit Jahren lebt die inzwischen 27-Jährige aber in Innsbruck. Weil in der Tiroler Landeshauptstadt die Trainingsmöglichkeiten ideal sind und weil sie an der Universität studiert. Bei der WM 2018 in Innsbruck holte sie Gold, in Bern 2023 Silber – nun greift sie nach Olympia-Edelmetall.
Rad – Tim Wafler: Den ersten Schrei auf dieser Welt – den tat Tim auf Tiroler Boden. In Kitzbühel. Bald danach zog’s Vater Roland (und damit auch Tim) nach Wien. In die Nähe des Dusika-Stadions, wo der Junior schon im Alter von sieben Runden auf der Holzbahn drehte. Dem Bahnsport ist er treu geblieben, holte heuer sogar EM-Gold. Und ist nach wie vor Tirol-Fan.
Schwimmen – Lena Kreundl: Sie kam mit sieben aus Steyr nach Kirchbichl. Und entdeckte in Wörgl das Schwimmen. 2012 wechselte sie ins BORG nach Linz, war Österreichs Jüngste bei den Spielen in Rio (200m Lagen 30.) – und nach Kurzbahn-Bronze 2023 fiebert sie nun Paris entgegen.
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