Gerald Mandl muss nun ab Oktober den Betrieb der Anlage aufgeben. Er sieht große Risiken auf die Sportszene zukommen. Dem Zentralraum droht eine gravierende Reduktion der Hallentennisplätze. Ein neues Projekt von ihm liegt derzeit wegen Verkehrsproblemen auf Eis.
Seit Februar 2023 wurde um den Pachtrückzug von Gerald Mandl aus der Anifer Tennishalle gefeilscht – ein Vergleich mit Eigentümer Erich Quehenberger hat dies nun besiegelt. Details aus dem Vergleich nannte Ex-Tennisprofi Mandl nicht. Eigentümer Erich Quehenberger war bisher noch nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
„Die Lage spitzt sich zu!“
Mandl sieht die Fortsetzung einer dramatischen Geschichte: „Ich habe schon vor zwei Jahren gewarnt, dass Tennishallen in Gefahr sind. Anif, Bergheim, dort ist alles unsicher. Die Lage spitzt sich zu.“ Acht Plätze sind es in Bergheim, sechs Hallenplätze stehen aktuell noch in Anif zur Verfügung.
Sollte sich Mandls Befürchtung bewahrheiten und die Zukunft dieser Indoor-Plätze in Gefahr sein, würden im Zentralraum ohne Anif nur rund 40 Hallenplätze (von Abtenau bis Oberndorf) zur Verfügung stehen. Ohne Bergheim nur mehr knapp über 30.
„Mir geht es um die Zukunft des Sports“
Wie es mit Mandl selbst weitergeht? „Um mich muss man sich keine Sorgen machen, ich habe beim Salzburger Tennisclub Stiegl eine Tennisschule – mir geht es um die Zukunft des Sports. Die Jugend braucht Trainingsmöglichkeiten.“ Die Zukunft der Meisterschaftsteams in Anif ist ebenso ungewiss.
Mandl hat aber ein neues Projekt in der Schublade. In Grödig soll eine Anlage mit vier Hallenplätzen, vier Outdoor-Plätzen, Paddeltennis und Pickleball entstehen. „Eine moderne Racket-Anlage“, wie Mandl das Projekt bezeichnet. Stand der Dinge, laut dem 55-Jährigen: „Grundsätzlich haben Land und Gemeinde nichts dagegen, verkehrstechnisch passiert leider gar nichts.“ Probleme bei der Zufahrt würden derzeit das Projekt auf Eis legen.
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