Wirtschaft

Blum behauptet sich trotz schwierigem Marktumfeld

Vorarlberg
18.07.2024 13:45
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Der Vorarlberger Beschlägehersteller schloss das Wirtschaftsjahr 2022/23 mit einem Umsatz von rund 2,3 Milliarden Euro ab. Nach einem Jahr mit einigen Wellentälern gibt sich die Geschäftsführung für die mittelfristige Zukunft vorsichtig optimistisch. 

Das Höchster Familienunternehmen scheinen selbst widrigste Umstände nicht aus der Erfolgsspur bringen zu können. Zwar ging im gerade zu Ende gegangenen Geschäftsjahr 2023/24 der Umsatz leicht um 1,2 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zurück, angesichts der derzeit schwierigen Rahmenbedingungen ist dieses Ergebnis aber aller Ehren wert. Philipp Blum, Geschäftsführer der Blum-Gruppe, berichtet von einem turbulenten Geschäftsjahr: „Die ersten Monate waren für uns und die gesamte Branche herausfordernd. Allerdings zeichneten sich in der zweiten Hälfte des Jahres positive Signale ab und wir nehmen Verbesserungen wahr, auch wenn wir uns nach wie vor in einem schwierigen Marktumfeld befinden.“ Sorgen machen vor allem die hohen Kosten für Rohstoffe, Energie und Personal. Zudem spürt man auch bei Blum die Folgen der Teuerung, die Endverbraucher würden vorsichtiger investieren und sich Neuanschaffungen gut überlegen.

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Wir sind positiv gestimmt, dass wir mit unseren Neuprodukten die richtigen Impulse setzten.

Philipp Blum (Geschäftsführer Firma Blum)

Auffallend ist die unterschiedliche Entwicklung auf den einzelnen Märkten: Während etwa die Lage in Nord- und Zentraleuropa weiterhin angespannt bleibt und sich China nur langsam erholt, stehen die Zeichen in Osteuropa, im Mittleren Osten und in Afrika klar auf Wachstum. „Wir sind positiv gestimmt, dass wir mit der Einführung unserer Neuprodukte die richtigen Impulse setzen“, so Philipp Blum, der mittelfristig wieder von steigenden Umsätzen ausgeht: „Wir sind guter Dinge, dass gegen Ende des Jahres die Konjunktur anzieht und die Nachfrage an unseren Beschlägen wieder zunimmt.“

Beschäftigte stehen im Fokus der Bemühungen
Daher wird auch fleißig investiert: Im abgelaufenen Geschäftsjahr waren es 287 Millionen Euro, davon entfielen 182 Millionen Euro auf den Hauptstandort Vorarlberg: Die Erweiterung des Werk 6 in Gaißau wurde abgeschlossen, in Bregenz und Höchst schreitet der Ausbau der Werke voran. „Unsere wichtigsten Investitionen sind aber die in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, unterstreicht der zweite Geschäftsführer Martin Blum.

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Unsere wichtigsten Investitionen sind die in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Martin Blum (Geschäftsführer Firma Blum)

Und sein Cousin Philipp ergänzt: „Für uns war klar, dass auch in wirtschaftlich schwierigen Situationen unsere Kolleginnen und Kollegen an erster Stelle stehen. Daher konnten unsere Mitarbeitenden auch im vergangenen Jahr auf einen sicheren Arbeitsplatz vertrauen.“ So eindeutig das Bekenntnis zum Standort Österreich auch ausfällt, so würden sich die beiden Geschäftsführer doch einige Verbesserungen wünschen – speziell was die ausufernde Bürokratie und die hohen Lohn- und Energiekosten betrifft.

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