Die Kärntner Wasserretter sind besonders in den Sommermonaten gefordert. Aber oftmals sind es nicht die Nichtschwimmer, die Einsätze auslösen, sondern die Unwetter und internistische Notfälle. Daher zeigen die Retter einmal mehr auf, wie man sich auf dem Wasser richtig verhält.
Die sommerlichen Temperaturen lassen Tausende Menschen an die Kärntner Seen strömen. Und das bedeutet auch für die Rettungsschwimmer der Wasserrettung Hochsaison. „Hauptsächlich werden wir zu Sturmeinsätzen gerufen“, erklärt Daniel Fleischhacker von der Kärntner Wasserrettung. Denn mit dem Aufkommen eines Unwetters nehmen die Winde stark zu und es kommt zu hohen Wellen an den heimischen Gewässern. „Viele Schwimmer schaffen es dann nicht mehr an Land“, so Fleischhacker im Gespräch mit der „Krone“. Aber auch medizinische Notfälle fordern die Retter am Wasser.
Hohe Zahl an Nichtschwimmern
„Die klassischen Nichtschwimmer-Einsätze haben wir nicht so häufig“, erklärt der Wasserretter. Das, obwohl die Zahl der Nichtschwimmer in Österreich sehr hoch ist. Denn laut einer Studie des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) können 670.000 Personen nicht schwimmen. Und die Gründe dafür liegen in der sozialen Herkunft. „Unsere Studie zeigt ganz klar, dass bei Menschen, die in prekären Einkommensverhältnissen leben, der Anteil an schlechten bis mittelmäßigen Schwimmern besonders hoch ist“, sagt Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV.
Schwimmkurse an vielen Kärntner Seen
Daher fordern das Kuratorium für Verkehrssicherheit und die Wasserrettung einmal mehr die Bevölkerung auf, schwimmen zu lernen. „Die Wasserrettung sowie zahlreiche Schwimmvereine- und Schulen bieten regelmäßig Schwimmkurse für Anfänger und Erwachsene an.“
Auch das Klagenfurter Strandbad lockt zu seinem hundertjährigen Bestehen mit Schwimmkursen. Gleich zwei Schwimmschulen bieten in der Klagenfurter Ostbucht Lehrgänge, die nicht nur für Anfänger, sondern auch für Fortgeschrittene, die ihre Technik und Kondition verbessern möchten, an.
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