In der Urlaubszeit haben Einbrecher Hochsaison. Das nutzen jetzt gerissene Betrüger auf gemeine Art aus. Sie geben sich als Kriminalbeamte aus, um gutgläubigen Opfern das Ersparte und kostbaren Schmuck herauszulocken. Im Burgenland häufen sich derzeit die Anzeigen.
Die Alarmglocken schrillten zuletzt in den Gemeinden Nikitsch und Deutschkreutz besonders laut. Innerhalb weniger Stunden haben aufgeschreckte Ortsbewohner gleich mehrere Fälle gemeldet.
Angeblicher Einbruch
Die Täter gingen stets nach demselben Muster vor. Nicht auf dem Mobiltelefon, sondern am Festnetz rief ein Mann an, der sich als „Kriminalkommissar“ ausgab. In einem ruhigen, aber strengen Ton berichtete der angebliche Ermittler von einem Einbruch in der unmittelbaren Nachbarschaft der Gesprächspartner.
Frage nach Geld
„Auf der geheimen Liste der Einbrecher, die wir gefunden haben, stand auch Ihr Name“, behauptete der vermeintliche Beamte. Im nächsten Atemzug erkundigte er sich, ob die potenziellen Opfer viel Geld oder Wertgegenstände daheim aufbewahrt haben.
„Nein, ich habe keine großen Summen oder Kostbarkeiten zuhause“, war die sicherste Antwort. Denn danach beendete der „Herr Kommissar“ sehr schnell das Telefonat. Nur bei jenen Bewohnern, deren Angaben den Eindruck von reicher Beute erweckten, setzte der falsche Ermittler nach.
Telefonnummer bekannt
In allen Fällen an diesem Tag im Raum Deutschkreutz und Nikitsch gingen die Täter aber leer aus. Eine Frau konnte sich sogar die Telefonnummer des mysteriösen Anrufers merken. Jetzt gehen echte Ermittler dieser Spur konkret nach.
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