Nach der EM ist vor der heimischen Meisterschaft! Vor der sich mancher Coach sicher Inspirationen holte. Auch in Sachen Schiedsrichter und Regeln gab‘s etwas abzuschauen. Wie das beliebte Mecker-Verbot, demzufolge nur die Kapitäne mit dem Referee sprechen dürfen. Das kommt in Österreich aber nicht!
Keine Spielertrauben mehr, die protestierend den Schiedsrichter umzingeln. Weniger Diskussionen, dafür mehr Fußball! Das brachte die bei der EM erstmals angewandte Regel, dass nur noch die Kapitäne mit dem Referee sprechen dürfen. Was bei Experten wie Fans bestens ankam! „Die Regel ist eigentlich entstanden, damit bei VAR-Checks nicht alle auf den Schiedsrichter einreden, der ja gerade ohnehin auch noch jemanden am Ohr hat“, erklärt mit Thomas Prammer der Vorsitzende der OÖ Schiedsrichterkommission, der die Mecker-Regel ebenfalls sehr positiv bewertet.
Deutschland übernimmt Mecker-Regel
Problem nur: Während sie laut ’Sportbild’ in Deutschland bereits in der kommenden Saison von der 1. Bundesliga bis zur Regionalliga übernommen wird, wird sie in Österreich (noch) nicht kommen! Zwar steigen die ersten Pflichtspiele im ÖFB-Cup erst am 26. Juli und die Bundesliga startet Anfang August. „Es müssen aber alle ÖFB-Regeln bis 1. Juli feststehen – und neue hätten mehrere ÖFB-Gremien durchlaufen müssen“, so Prammer. Womit die Regel – da es keine Alleingänge gibt – auch im OÖ-Unterhaus sicher nicht vor der Saison 2024/2025 eingeführt wird.
Cucurella? „Für mich ein Handspiel“
Referees können sich freilich mit beiden Teams vorm Spiel darauf einigen, dass außer den Kapitänen keine Spieler mit ihnen sprechen. „Passiert es doch, kann es nicht sanktioniert werden“, so Prammer, der die Leistungen der EM-Schiedsrichter gut bewertet – mit Aufregern: „Cucurellas Aktion gegen Deutschland war für mich wegen Körperverbreiterung ein klares Handspiel.“ Zum Thema, dass Österreich bei der EM keinen Referee stellte, sagt Prammer: „Es ist schwierig, die kommen vorrangig aus großen Ländern oder welchen, die jemanden in der UEFA sitzen haben. Unser Ziel ist aber, dass wir bei der WM 2026, spätestens aber bei der EM 2028, jemanden dabei haben.“
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