HochSommer bedeutet in der Oststeiermark, dem angrenzenden Südburgenland und im slowenischen Gorna Radgona nicht nur Hitze, er steht auch für zeitgenössische Kunst. An 13 Orten stehen von 1. bis 11. August Ausstellungen, Performances und Konzerte auf dem Programm.
Es ist heuer der bereits achte HochSommer, der die Region künstlerisch belebt. Gewachsen ist er aus der Initiative „Südseite“, bei der Karl Karner und Michaela Leutzendorff-Pakesch mit andren mehr die Region bespielten. Mittlerweile gibt es 13 Standorte, und von Jahr zu Jahr wächst nicht nur das Interesse, sondern auch die Qualität.
Leutzendorff-Pakesch hat in diesem Jahr zum zweiten Mal die Organisation inne, und einiges, was 2023 schon erfolgreich war, wird heuer ausgebaut. Dazu gehören auch die Bustouren, die von Schauplatz zu Schauplatz fahren und in denen zwischendurch über die Präsentationen gesprochen wird. So funktioniert unterhaltsame Vermittlung von teils sperrigen Inhalten. „Die Leute lieben diese Touren“, erzählt die umtriebige Organisatorin, „Plätze sind mittlerweile Mangelware.“
Es wird aber auch viel geboten, und neben den traditionellen Orten wie dem Gerberhaus, das heuer die erste Einzelausstellung der renommierten Künstlerin Sarah Bogner in Österreich zeigt, der Kunsthalle Feldbach mit einer Präsentation des Duos zweintopf, dem KS Room in Riegersburg mit Arbeiten von Julie Hayward und Sophia Gatzkan sowie dem Pavelhaus sind auch Neuzugänge wie das Spiegelgitterhaus in Gleisdorf mit der Sammlung Wolf mit von der Partie.
Im Kunstfenster Gnas wartet dieses Mal Michael Strassers „Bird Strike“, im Wald unter Schloss Poppendorf ein Konzert mit Patrick Dunst und Robert Unterköfler und beim Weinhof Locknbauer in Pichla ein Filmabend.
Auch jenseits der Landesgrenze ist einiges los: Die Kugelmühle zeigt Hermann Nitsch, die Kunsthalle Burgenland eine Performance u. a. mit Lilly Hagg und Christoph Szalay. Im spektakulären Tiefkühlhaus sind Minus- Aquarelle von Wilhelm Scherübl zu sehen und die Landart Eisenberg ist ebenfalls wieder mit von der Partie.
Künstler laden in ihre Ateliers
Der 9. August gehört schließlich ganz den Künstlern der Region, erstmals steht ein Tag der offenen Ateliers auf dem Programm, wo man nicht nur 16 Arbeitsräume besuchen, sondern auch mit den Künstlern ins Gespräch kommen kann.
Eröffnet wird der HochSommer am 1. August ab 18 Uhr in Alfred Lenz‘ Langzeitprojekt L201 in Studenzen mit einem Gespräch mit Elisabeth Fiedler und Performances von Gischt/Ursula Winterauer, Kurt Strohmeier und Scarabaeusdream.
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