Sensationsfund in Israel: Forscher haben in der Grabeskirche in Jerusalem, die zu den größten Heiligtümern des Christentums zählt, einen seit Langem verschollenen Altar der Kreuzritter (Bild oben) entdeckt.
Die Grabeskirche wird Tag für Tag von Tausenden Pilgern und Touristen besucht. Und sie war und ist seit jeher Zielobjekt von Wissenschaftlern aus aller Welt. Da möchte man doch meinen, jeder Kubikzentimeter der Grabeskirche in Jerusalem sei gut erforscht. Mitnichten! Denn jetzt gelang Historikern aus Israel und von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) – durch Zufall – ein Sensationsfund.
Massive Steinplatte für Bauarbeiten umgedreht
Hinter einer tonnenschweren Steinplatte, auf welcher sich Touristen mit Graffitis verewigten, legten sie einen seit vielen Jahrzehnten verschollenen Altar der Kreuzritter frei.
Historiker: „Kam für alle unerwartet“
„Dass ausgerechnet an dieser Stelle etwas so Bedeutendes so lange unerkannt herumliegen konnte, kam für alle Beteiligten völlig unerwartet“, schildert ÖAW-Historiker Ilya Berkovich.
Doch was hat es mit dem Altar überhaupt auf sich? Ende des 11., Anfang des 12. Jahrhunderts eroberten europäische Kreuzritter die Heilige Stadt zurück. Am 15. Juni 1149, also exakt vor 875 Jahren, wurde die Grabeskirche (Bild unten) neu geweiht.
Altar galt seit anno 1808 als verschollen
An diesem Tag erblickte auch der neu geschaffene und außergewöhnlich verzierte Hochaltar der Kreuzritter das Licht der Welt. Seit einem Brand im romanischen Teil der Kirche im Jahr 1808 galt das Kunstwerk als verschollen. Bis es dieser Tage wieder hinter der Steinplatte auftauchte.
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