
Von Schwimmbädern zu heimischen Zeltfesten und Partys: Die „NO GO“-Kampagne, die bisher gegen Belästigung und Übergriffe an heimischen Badeseen und in Freibädern warnte, wird nun auf Landjugend-Zeltfeste ausgerollt. Leitfaden und Sujets können von jedermann heruntergeladen und ausgedruckt werden.
Die Awareness-Kampagne „NoGo“ gegen Belästigung und Übergriffe in oberösterreichischen Hallen- und Freibädern sowie an Seen wird auf Landjugend-Zeltfeste ausgerollt. Das Land weitet mit der Landjugend die Aktion gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Frauen auf ein „sicheres Feiern“ aus, informierten Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander und Oberösterreichs Landjugend-Geschäftsführerin Julia Breitwieser am Freitag in Linz.
Drei klare Regeln
2021 war nach Vorfällen in Freibädern „NoGo„ von Haberlander gemeinsam mit dem autonomen Frauenzentrum (aFZ) und dem Frauenreferat des Landes ins Leben gerufen worden. Plakate und Sticker machen auf die Problematik aufmerksam. Transportiert werden drei klare Botschaften: Sexualisierte Übergriffe jeglicher Art werden nicht geduldet, Grenzüberschreitungen haben Folgen und Betroffene erhalten direkte Hilfe und Unterstützung.
Landjugend größter „Festl“-Veranstalter
Anlass, mit der Aktion weitere Lebensbereiche zu erschließen, in denen dieses „brisante Thema auch existiere“, sei, klar zu machen, dass „sexuelle Gewalt in Oberösterreich sicher keinen Platz hat, auch nicht beim Feiern“, wie Haberlander meinte. Daher kooperiere man mit dem „Multiplikator“ Landjugend als großen „Festl-Veranstalter“.
Infomaterial für alle
Auf den neuen Plakaten sind junge Leute, teils in Tracht, mit gekreuzten Armen vor dem Oberkörper zu sehen, um damit ein „Stopp“ zu verdeutlichen, hieß es in der Pressekonferenz. Zudem sollen auf Toiletten und hoch frequentierten Orten Info-Plakate sowohl für geschultes Personal als auch für Gäste aufgehängt werden. Außerdem stehen auf Bierdeckeln Tipps.
Altbekannte Codes
So fungiere die Frage „Ist Luisa da?“ als Code, um im Ernstfall ohne weitere Erklärung Hilfe zu erhalten. Wer einen „Angel Shot“ bestellt, signalisiere dem Personal, sich unwohl zu fühlen. Diese Codes kamen auch in der Vergangenheit bereits zum Einsatz. Auch der Rat, auf das eigene Getränk zu achten, damit niemand unbemerkt K.o.-Tropfen hineingeben kann, fehlt nicht.
Start der Kampagne ist das Wochenende von 23. bis 25. August, wenn in Walding (Bezirk Urfahr-Umgebung) das „Bundespflügen“ der Landjugend mit abendlichem Feiern ansteht.
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