Hotel- und Gastgewerbe

Mehr Work-Life-Balance statt „Teufelsspirale“

Burgenland
11.07.2024 08:58

Ein neuer Kollektivvertrag bringt Verbesserungen für die Beschäftigten im Hotel- und Gastgewerbe. Die Gewerkschaft spricht von einem Meilenstein, sieht aber noch Luft nach oben.

Eine Verbesserung sehen die Beschäftigten auf dem Gehaltszettel. Durchschnittlich sechs Prozent mehr Lohn erhalten die Betroffenen, im November wird das Gehalt um weitere zwei Prozent angehoben, im Summe also ein Plus von acht Prozent. Eine Küchenfachkraft erhält damit ab November 2084 Euro brutto.

Mindestlohn von 2000 Euro brutto
Ab Mai 2025 sollen dann alle Beschäftigten der Branche einen Mindestlohn von über 2000 Euro brutto erhalten. Hinzu kommt ein höheres Urlaubs- und Weihnachtsgeld für die meisten. Außerdem gilt der Nachtarbeitszuschlag jetzt für alle, die ab Mitternacht arbeiten.

Am freien Tag wirklich frei
Die Work-Life-Balance, die gerade in der Tourismus- und Gastrobranche oft stark leidet, soll ebenfalls verbessert werden. Arbeitnehmer haben künftig Anspruch auf mindestens 12 freie Sonntage pro Jahr. Auch die Regelung bei den Feiertagen wurde verbessert. Diese galten in der bisherigen Praxis oft als Ruhetage, wodurch die Beschäftigten bis zu 13 freie Tage weniger hatten, als Mitarbeiter in anderen Branchen. Durch die Neuregelung gewinnen sie bis zu sieben freie Tage dazu.

Folgen der Dauerbelastung
Die Rahmenbedingungen in der Branche seien nicht mit anderen Berufsfeldern zu vergleichen, meint Thomas Priedl, Betriebsratsvorsitzender der Sonnentherme Lutzmannsburg: „Denn die Arbeit in der Nacht, die Tatsache, dass freie Tage an Wochenenden rar und viele Feiertage keine Urlaubstage sind oder oftmals sogar als Ruhetage eingerechnet werden, ist auf Dauer eine große Belastung.“ Das bestätigt vida-Landesvorsitzender Berend Tusch. Die Folge seien massive soziale Einschränkungen sowie physische und psychische Überlastungen. Diese „Teufelsspirale“ habe man mit dem neuen KV durchbrechen wollen. „Wir sind zwar noch nicht am Ziel, konnten jedoch bedeutende Schritte in die richtige Richtung machen“, so Tusch.

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