Landesregierung

Warten auf Salzburgs Plan zur Integration

Salzburg
10.07.2024 07:00

Die schwarz-blaue Regierung will bald neue Maßnahmen vorstellen. Bei Asylquartieren gibt es bereits Änderungen. Da soll es künfig mehr kleinere Quartiere geben.

Vier von zehn Österreichern finden, dass die Integration in Österreich nicht funktioniert. Bandenkriege wie in Wien tragen zur Akzeptanz auch wenig bei. Auch wenn die Asylzahlen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen sind. Handlungsbedarf bei der Integration sieht auch die Salzburger Landesregierung und hat in ihrem Übereinkommen aus dem vergangenen Jahr die Richtung bei der Integration für die kommenden fünf Jahre schon vorgegeben. Unter anderem soll ein das Erlernen der deutschen Sprache in den Mittelpunkt gerückt werden. Svazek will nur noch Maßnahmen fördern, die messbar Erfolge bringen.

Zitat Icon

Ohne Qualifikationen wie Deutsch lernen, sollten Leistungen gestrichen werden.

Marlene Svazek, FPÖ-Chefin und Landesrätin für Integration

Mit diesen Ansagen bringt Svazek gleich Martina Berthold (Grüne) in Rage, weil sie gerade erst einem von den Grünen geschaffenen Integrationsprojekt für Jugendliche die Förderung abgedreht hat, was genau auf die problematische Gruppe abzielte. Integration müsse für Berthold von Beginn an stattfinden. „Das haben wir damals noch mit Integrationsminister Sebastian Kurz beschlossen.“

Mit rund 400 Schutzsuchenden ist das Quartier in Bergheim das größte in Salzburg. (Bild: Tröster Andreas)
Mit rund 400 Schutzsuchenden ist das Quartier in Bergheim das größte in Salzburg.

Kleine Quartiere sollen Eingliederung erleichtern
Für die Salzburger Volkspartei ist klar: Zuerst müssen jene, die bei uns sind, integriert werden, bevor neue Migranten ins Land kommen.

Zitat Icon

Integration braucht es von Beginn an. Deutsch ist die Grundlage für Integration und Arbeitsmarkt.

Martina Berthold, Klubvorsitzende der Salzburger Grünen

In Sachen Asylquartiere hat der zuständige Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) mittlerweile eine neue Richtung eingeschlagen. „Wir haben jetzt die Möglichkeit dazu, weil im Moment nur wenige Flüchtlinge hier sind“, so Schwaiger. Künftig sollen sie auf viele kleine Quartiere aufgeteilt werden – insgesamt 2500 Menschen sollen so einen Platz bekommen. „Dadurch gibt es viele Vorteile durch soziale Anbindung, Vereine und vieles mehr. Das geht in den Orten leichter“, ist der Landesrat überzeugt.

Zitat Icon

Wir haben jetzt die Möglichkeit, das System auf kleinere Quartiere umzustellen.

Josef Schwaiger (ÖVP), zuständig für die Asylquartiere

Auch Deutsch würde so viel schneller gelernt werden, was wiederum eine Voraussetzung für die Integration und den Arbeitsmarkt ist. Interessant: Schwaiger sieht große Flüchtlingswellen alle zehn Jahre. Somit steht die nächste bald an.

Bis dahin muss Platz für 4500 Menschen gefunden werden. 1000 sollen in den vorhanden Großquartieren, 2500 in Kleinquartieren unterkommen. Für die restlichen 1000 sichert sich das Land derzeit Flächen um bei Bedarf Container-Dörfer zu errichten. „Ein ähnliches System gibt es in Vorarlberg und dort ist die Akzeptanz hoch“, erklärt Schwaiger.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Salzburg



Kostenlose Spiele