Die schwarz-blaue Regierung will bald neue Maßnahmen vorstellen. Bei Asylquartieren gibt es bereits Änderungen. Da soll es künfig mehr kleinere Quartiere geben.
Vier von zehn Österreichern finden, dass die Integration in Österreich nicht funktioniert. Bandenkriege wie in Wien tragen zur Akzeptanz auch wenig bei. Auch wenn die Asylzahlen im vergangenen Jahr deutlich zurückgegangen sind. Handlungsbedarf bei der Integration sieht auch die Salzburger Landesregierung und hat in ihrem Übereinkommen aus dem vergangenen Jahr die Richtung bei der Integration für die kommenden fünf Jahre schon vorgegeben. Unter anderem soll ein das Erlernen der deutschen Sprache in den Mittelpunkt gerückt werden. Svazek will nur noch Maßnahmen fördern, die messbar Erfolge bringen.
Ohne Qualifikationen wie Deutsch lernen, sollten Leistungen gestrichen werden.
Marlene Svazek, FPÖ-Chefin und Landesrätin für Integration
Mit diesen Ansagen bringt Svazek gleich Martina Berthold (Grüne) in Rage, weil sie gerade erst einem von den Grünen geschaffenen Integrationsprojekt für Jugendliche die Förderung abgedreht hat, was genau auf die problematische Gruppe abzielte. Integration müsse für Berthold von Beginn an stattfinden. „Das haben wir damals noch mit Integrationsminister Sebastian Kurz beschlossen.“
Kleine Quartiere sollen Eingliederung erleichtern
Für die Salzburger Volkspartei ist klar: Zuerst müssen jene, die bei uns sind, integriert werden, bevor neue Migranten ins Land kommen.
Integration braucht es von Beginn an. Deutsch ist die Grundlage für Integration und Arbeitsmarkt.
Martina Berthold, Klubvorsitzende der Salzburger Grünen
In Sachen Asylquartiere hat der zuständige Landesrat Josef Schwaiger (ÖVP) mittlerweile eine neue Richtung eingeschlagen. „Wir haben jetzt die Möglichkeit dazu, weil im Moment nur wenige Flüchtlinge hier sind“, so Schwaiger. Künftig sollen sie auf viele kleine Quartiere aufgeteilt werden – insgesamt 2500 Menschen sollen so einen Platz bekommen. „Dadurch gibt es viele Vorteile durch soziale Anbindung, Vereine und vieles mehr. Das geht in den Orten leichter“, ist der Landesrat überzeugt.
Wir haben jetzt die Möglichkeit, das System auf kleinere Quartiere umzustellen.
Josef Schwaiger (ÖVP), zuständig für die Asylquartiere
Auch Deutsch würde so viel schneller gelernt werden, was wiederum eine Voraussetzung für die Integration und den Arbeitsmarkt ist. Interessant: Schwaiger sieht große Flüchtlingswellen alle zehn Jahre. Somit steht die nächste bald an.
Bis dahin muss Platz für 4500 Menschen gefunden werden. 1000 sollen in den vorhanden Großquartieren, 2500 in Kleinquartieren unterkommen. Für die restlichen 1000 sichert sich das Land derzeit Flächen um bei Bedarf Container-Dörfer zu errichten. „Ein ähnliches System gibt es in Vorarlberg und dort ist die Akzeptanz hoch“, erklärt Schwaiger.
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