Schwer verletzt und unterkühlt spürte die Rettungshündin eine verunglückte Bergsportlerin auf. „Ohne Amy wären wir machtlos gewesen“, sagt Bergretter Markus Stemberger.
Schon stundenlang zog sich die Suche nach einer verletzten Bergsportlerin in Wald im Pinzgau in der Nacht auf Freitag. Hundeführer Markus Stemberger von der Bergrettung schickte Rettungshündin „Amy“ wieder in einen unwegsamen Graben auf die Suche. „Amy“ kam nicht gleich zurück, aber: „Als ich sie bellen gehört habe, habe ich gewusst, dass sie die Frau gefunden hat“, berichtet Stemberger am Tag danach im „Krone“-Gespräch.
Wahnsinnig stolz ist Stemberger auf seine „Amy“, und die schwer verletzte 34-jährige Oberpinzgauerin darf der Österreichischen Pinscherhündin wahnsinnig dankbar sein. Denn die erfahrene und geländekundige Frau stürzte am Donnerstagabend im Trattenbachtal in einen Graben und verletzte sich dabei schwer. Selbst kam sie nicht mehr aus dem Graben, sodass sie einen Notruf absetzte. Knapp 30 Bergretter rückten aus und durchsuchten das schwierige Gelände.
Sportlerin setzte Notruf ab, bevor Verbindung abriss
„Die Verbindung beim Notruf wurde unterbrochen“, berichtet Albert Kogler, Einsatzleiter der Bergrettung Neukirchen. „Die Verletzte war nicht mehr erreichbar. Wir konnten den Unfallort nicht genau lokalisieren.“ Bis „Amy“ und Stemberger kurz vor Mitternacht die Frau bewusstlos fanden.
Da war es stockfinster. Deshalb ist Stemberger überzeugt: „Ohne ’Amy’ wären wir machtlos gewesen.“ Die bereits unterkühlte Sportlerin hätte die Nacht womöglich nicht überlebt. Nach der Bergung und der Erstversorgung durch den Notarzt wurde sie ins Krankenhaus Zell am See gebracht.
Stemberger und die Hündin waren nach einer sehr kurzen Nacht bereits unterwegs nach Obertauern zur nächsten Übung. „Ich bin mit Leib und Seele Bergretter“, lacht Stemberger und sagt bescheiden: „Ich bin auch stolz auf unsere Ausbildner, die uns das ermöglicht haben.“
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