Der Pkw verschlingt immer mehr Geld. Unverschämt hoch sind die Preise für einen vollen Tank entlang der Hauptrouten der Urlauber. Da zahlt sich ein kleiner Abstecher schon aus.
Normverbrauchsabgabe, motorbezogene Versicherungssteuer, Sachbezug, CO2-Bepreisung – die Liste der Kfz-Ausgaben ist lang, und folgenschwer. Die Kosten rund ums private Auto sind in drei Jahren um satte 25,7 Prozent gestiegen. So stark hat das allgemeine Preisniveau nicht zugenommen, das Plus hat sich bei 21 Prozent eingependelt.
Pendler zahlen drauf
Eine höchst unerfreuliche Erkenntnis, vor allem in einer Pendlerregion wie das Burgenland. „Fast ein Drittel seines Einkommens muss ein Durchschnittsverdiener für den Pkw ausgeben“, rechnet ein ÖAMTC-Experte vor. Für den Staat hingegen liegt das Geld sozusagen auf der Straße: Allein mit Abgaben und Steuern hat der Fiskus 2023 15,5 Milliarden € kassiert.
Urlauber müssen aufpassen
In der aktuellen Urlaubssaison kommt ein weiterer finanzstarker Aspekt dazu. Egal, ob an die Adria entlang der italienischen Küsten, zum felsigen Strand in einem kroatischen Dorf oder ans Meer nach Griechenland – Sommerreisen mit dem Pkw innerhalb von Europa stehen hoch im Kurs.
Neue Saison, höhere Preise
Doch tückische Fallen säumen den Weg, oder besser gesagt die Schnellstraßen und Autobahnen. „Wie jedes Jahr sind die Spritpreise rechtzeitig vor dem beginnenden Urlauberverkehr erhöht worden“, gibt Martin Heissenberger, Landesdirektor des ARBÖ, zu bedenken.
Den Takt geben Ölkonzerne vor
„Benzin und Diesel wurden wie immer pünktlich zum Start der Ferien um ein paar Cent teurer“, sagt Heissenberger. Empfindlich zu spüren bekommen das die Kunden an den Tankstellen im hochrangigen Straßennetz. Bei einer Raststation an der A 3 im Bezirk Eisenstadt muss ein Lenker für jeweils einen Liter Diesel oder Eurosuper stolze 2,149 Euro hinblättern.
Über Umwege sparen
Ein kleiner Abstecher zahlt sich aus: Bei der nur fünf Kilometer entfernten Tankstelle an der B 16 macht der Liter Diesel „nur“ 1,579 Euro aus, der Liter Eurosuper 1,589 Euro. „Bei einem 50-Liter-Tank kostet das Auffüllen mit Eurosuper an der Autobahn somit um 28 Euro mehr, bei Diesel um 28,50 Euro“, betont Heissenberger. Guter Rat ist teuer.
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