Gerade noch gerettet

Linzer beim Ballholen fast in der Donau ertrunken

Oberösterreich
25.06.2024 18:00

Einen Rumänen (51) aus Linz hätte seine Hilfsbereitschaft beinahe das Leben gekostet. Zwei Wasserpolizisten an Bord der „Lentia“ zogen ihn in allerletzter Sekunde aus dem Fluss und retteten dadurch sein Leben. Nur wenige Sekunden später wäre er wohl bei den Brückenpfeilern untergegangen.

Der Mann war ganz käsig im Gesicht, hat extrem schwer geatmet und war völlig erschöpft“, sagt Stefan Dirisamer, der gemeinsam mit seinem Kollegen Peter Strasser (55) einem Rumänen (51) gerade noch das Leben retten konnte. Die beiden Beamten der Wasserpolizei Linz waren am Montagabend zufällig zur rechten Zeit am richtigen Ort.

Gefahr sofort erkannt
„Wir waren gerade auf einer Kontrollfahrt mit unserem Boot, als wir gegen 21.05 Uhr zufällig mitbekommen haben, dass neben der Donaulände ein Mann in den Fluss hüpft“, erzählt Dirisamer. Beiden war bewusst, dass speziell in dem Bereich zwischen Eisenbahn- und Autobahnbrücke die Strömungsverhältnisse für Schwimmer rasch lebensbedrohlich sein können.

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Die Donau lässt einem in dem Bereich nicht mehr los. Gegen die starke Unterströmung haben Schwimmer dort nahezu keine Chance, werden unter Wasser gedrückt. Der Mann hätte auch vermutlich nicht länger durchhalten können. Er war mit seinen Kräften schon völlig am Ende.

(Bild: zVg)

Stefan Dirisamer (41), Schiffsführer der Wasserpolizei Linz.

Schwimmverbot aus gutem Grund
„Wir waren etwa 500 Meter entfernt und sind sofort hin. Die Gefahr, dass der Mann bei den Brückenpfeilern unter Wasser gedrückt wird, war enorm.“ Der Rumäne wurde tatsächlich dorthin getrieben, hatte keine Chance, dagegen anzuschwimmen. Dabei verausgabte sich der 51-Jährige völlig, konnte kaum noch Schwimmbewegungen machen und hatte Schmerzen in der Brust.

Sogar Motorboot kämpfte
„Er war nur mehr etwa sieben Meter vom Brückenpfeiler entfernt, konnte kaum noch sprechen. Wir haben ihm Rettungsring und Leine zugeworfen, ihn dann über die Bergeplattform an Bord geholt.“ Selbst mit dem Motorboot war es bei der Strömung nicht leicht, die Bergung durchzuführen. In der Kabine konnte sich der total entkräftete und unterkühlte Mann aufwärmen – die Donau dürfte an der Unglücksstelle nicht mehr als 14 oder 15 Grad gehabt haben.

Gut gemeint
Im Hafen wurde der Rumäne der Rettung übergeben, dann ins Klinikum der Barmherzigen Brüder gebracht. Warum er in den Fluss gesprungen war? Dirisamer: „Er hatte gesehen, dass Jugendlichen versehentlich ein Ball ins Wasser gefallen war. Er wollte helfen, das wäre fast schiefgegangen.“

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