Das Land intensiviert seine Bemühungen, die Lesefähigkeiten von Kindern weiter zu fördern. Ein regionales Monitoring soll die Wirksamkeit der Maßnahmen überprüfen.
Die Fähigkeit, Texte zu lesen und zu verstehen, sollte für Kinder ab der fünften Schulstufe eigentlich selbstverständlich sein – ist es aber in vielen Fällen nicht. Deshalb verstärkt das Land Vorarlberg gemeinsam mit der Bildungsdirektion die Bemühungen, die Lesekompetenz bei jungen Vorarlberger Schülern und Schülerinnen weiter zu fördern. So wird im kommenden Jahr die Initiative „Das kleine Ehrenamt – Generation L – Wir lesen vor!“ gestartet. Dabei können Kids „Vorlesepunkte“ sammeln, die in einem eigenen „Pass“ festgehalten und am Ende des Schuljahres an die Bildungsdirektion übermittelt werden. Geehrt werden die kleinen ehrenamtlichen Lesepaten für ihre engagierte Teilnahme dann im Rahmen eines Danke-Fests.
Bildungs-Chancen erhöhen
Zudem wird das Netzwerk der „Lesenden Schulen Vorarlberg“ weiter ausgedehnt. Im vergangenen Schuljahr haben sieben Schulen dieses Gütesiegel erworben, im laufenden Schuljahr 2023/2024 haben sich acht weitere Schulen dem anspruchsvollen Zertifizierungsprozess gestellt. Der Bund übernimmt die Vorarlberger Initiative ab dem Schuljahr 2024/2025 und weitet diese bundesweit in der Primarstufe aus. Vorarlberg hingegen dehnt die Initiative nun auf die Sekundarstufe aus. „Es ist wichtig, dass die Leseförderung auch nach der Volksschule weitergeht“, betonte Landesstatthalterin Schöbi-Fink. „Lesekompetenz ist die Basis für Bildungserfolg und lebenslanges Lernen.“
Auch ein weiteres Projekt widmet sich nicht mehr nur den ganz Kleinen, sondern den Teenagern: Im Februar 2025 beginnt ein spezielles Lese- und Sprachförderkonzept für die Vorarlberger Berufsschulen – vorerst an einem Pilot-Standort, wie das Land am Montag informierte.
Neue Evaluierung
Ob das Maßnahmenbündel auch wirklich wirkt, soll nun in einem regionalen Bildungsmonitoring evaluiert werden. Bisher wurde nur ein österreichweiter, nationaler Bildungsbericht verfasst, Vorarlberg will künftig seine spezifischen Daten erheben, um die Leseförderung gegebenenfalls weiter anpassen zu können.
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