Eineinhalb Jahre nach dem Tod von Dietrich Mateschitz sind die Zukunftsängste im Murtal verflogen – sein Sohn Mark bastelt eifrig an eigenen Ideen.
Auf dem Red Bull Ring tut sich was! Seit vergangener Woche wird die Manege für den Formel-1-Zirkus vorbereitet, der ab Donnerstag seine Zelte in Spielberg aufschlägt. Die Königsklasse des Motorsports lockt dann wieder Hunderttausende ins Murtal und füllt die Kassen der Campingplatzbetreiber, Hoteliers und Gastronomen.
Nach dem Tod von Dietrich Mateschitz am 22. Oktober 2022 und dem darauffolgenden Zwist zwischen thailändischer und österreichischer Konzern-Hälfte ging rund um den Ring lange die Angst um, das Imperium des Milliardärs könnte zerfallen. Und das Murtal in den touristischen Tiefschlaf reißen, in dem es von 2004 bis 2011 ohne eine benutzbare Strecke bereits steckte.
Didis Vermächtnisse werden bestehen bleiben, die nächsten zehn Jahre wird sich das nicht ändern.
Dieter Quester, Motorsportlegende und Mateschitz-Vertrauter
Bevor Dietrich Mateschitz den Ring in Eigenregie wieder aufbaute: „Wir haben uns damals unterhalten, was alles möglich ist und sind jetzt von der damaligen Vision gar nicht so weit entfernt“, sagt Motorsport-Legende und Mateschitz-Vertrauter Dieter Quester. „Didis Vermächtnisse werden bestehen bleiben, die nächsten zehn Jahre wird sich das nicht ändern.“
Mark Mateschitz nimmt Zügel in die Hand
Nun packt Sohn und Erbe Mark Mateschitz an. Sein erstes Projekt: der anmutig über der Strecke thronende Schönberghof soll umgebaut und erweitert werden – ein klares Zeichen an die Region.
Ein solches wurde auch am Verhandlungstisch gesetzt: Der Vertrag über den Österreich-GP wurde mit der Formel 1 im Vorjahr bis 2030 verlängert, vor Kurzem konnte auch ein Abschluss mit der MotoGP (das zweitgrößte Event in Spielberg) bis 2030 erzielt werden. Damit geht ein Aufatmen durch die Region.
Neuer Geschäftsführer
Die Geschicke am Ring soll demnächst ein alter Bekannter aus dem „Bullen-Reich“ übernehmen: Thomas Überall, lange Mateschitz’ rechte Hand im Sportbereich. „Er war lange Head of Global Motorsports, hat Red Bull Stratos und den Flug über den Ärmelkanal organisiert. Er hat also das nötige Know-how für Großveranstaltungen und wird sicher eine Bereicherung für den Ring sein“, weiß Motorsportchef Helmut Marko.
Vielleicht entdeckt Mark Mateschitz ja auch noch seine Liebe für die Reaktivierung des Streckenteils „Westschleife“. Ein Projekt, das sein Vater nie zum Abschluss bringen konnte...
Zigtausende Fans fluten in den nächsten Tagen die Steiermark. Michael Ranzmaier-Hausleitner, Obmann des Murtal-Tourismus, klärt über aktuelle Trends bei den Formel-1-Touristen auf:
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