Stärkt ländlichen Ort

Rennweg hat endlich wieder einen Bäcker

Kärnten
21.06.2024 13:54

Wie wichtig Zusammenarbeit ist, beweist gerade die Gemeinde Rennweg. Mehrere Leute haben es nämlich geschafft, endlich wieder einen Bäcker in den Ort zu bringen. 

Wieder eine Bäckerei im Ort zu haben, war das Ziel von Gemeindechef Franz Aschbacher. „Ich wurde gefragt, ob ich auch Rennweg mit meinem Gebäck versorgen kann“, sagt Gmünds Bäckermeister Christoph Pietschnigg. Wie wichtig heimische Betriebe sind, weiß der 39-Jährige nur zu gut. „Stirbt der Wirt, stirbt die Gemeinde – ein altes Sprichwort, das leider stimmt. Die ländliche Region muss zusammenarbeiten, nur so kann sie gestärkt werden“, betont der Gmünder Wirtschaftsobmann.

Und so soll im Juli die „Meisterbäckerei“ in den Strafnerstadl einziehen. Und der Name hat eine Bedeutung. „Weil wir Meister es mit vereinten Kräften geschafft haben, die Bäckerei zu eröffnen. Nämlich mit der ehemaligen Bäckermeisterfamilie Grosek, die uns das Inventar überlässt und die Tischlermeister Müller im Stadl, der uns von Andreas Strafner zur Verfügung gestellt wird, installiert. Und das Geschäft wird schließlich von Bäckermeister Pietschnigg betrieben“, zeigt sich der Bürgermeister dankbar. 

Starke Abwanderung
Rennweg ist eine von vielen ländlichen Gemeinden, die die Abwanderung zu spüren bekommen. „Wir kämpfen seit 20 Jahren dagegen an“, sagt Bürgermeister Franz Aschbacher, blickt aber positiv in die Zukunft. Mit weiteren Projekten versucht er, den Ort zu stärken.

Das Pöllatal soll autofrei werden.  (Bild: Tourismusverband Katschberg)
Das Pöllatal soll autofrei werden. 

So soll Ort gestärkt werden
Bessere Versorgungssicherheit soll eine Kooperation zwischen Café Cappuccino, Fleischveredelung Peitler und der Bäckerei gewährleisten. „Ihre Produkte werden die Betreiber in den Lokalen anbieten. So kann der Kunde zum Beispiel auch nach Betriebsschluss der Bäckerei Süßspeisen erwerben.“ Das Katschtal ist um eine Ärztin reicher: Jutta Nagele wird in die Räume der Bäckerei Grosek einziehen, ein Leerstand ist somit gefüllt. Das Pöllatal autofrei machen, das ist ein weiteres Vorhaben des Gemeindechefs: „Die Tschutschu-Bahn soll Gäste direkt im Ort einsammeln, so wird der Kern belebt.“ Dafür braucht es Parkplätze. Die sollen an der B99 entstehen.

Kampf um Tankstelle
Eher negativ verlaufen Gespräche, wenn es um die gewünschte Tankstelle geht. „E-Zapfsäulen sind nicht das Problem, aber fossile. Die wären für unseren Ort, der direkt an der A10 liegt, besonders notwendig“, meint Aschbacher.

Neben bereits durchgeführten Wohnbauprojekten steht für die nächsten Jahre betreutes Wohnen auf der Agenda. „Auch mit unserem einzigen Nahversorger gibt es gute Gespräche, was die Zukunft betrifft“, freut sich Aschbacher. „Und auch eine Tagesmutter wird unser Schulzentrum endlich bekommen.“

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