Anfeindungen in anonymen Briefen gegen einen VP-Politiker sorgten im Völkermarkter Rathaus ordentlich für Wirbel. Nun zieht der Stadtrat die Reißleine – auch zum Wohl seiner Familie.
Andreas Sneditz ist auf einem ÖVP-Sitz Stadtrat in Völkemarkt und als solcher Referent für Gewerbe, Wirtschaft, Marktwesen und Tourismus.
Mit Mai hat er seinen Brotberuf gewechselt: Sneditz, der zuvor Berufssoldat gewesen war, wechselte in ein neues Metier und übernahm die Position des Stadtamtsleiters von St. Andrä – unter SPÖ-Bürgermeisterin Maria Knauder.
Im Jobwechsel liegt auch ein Grund für den Rücktritt als Stadtrat in Völkermarkt: Sneditz möchte sich, wie er im Rücktrittsschreiben an Bürgermeister Markus Lakounigg formuliert, voll und ganz seinem neuen Beruf widmen und sich in den kommenden Monaten intensiv einarbeiten, was seine volle Aufmerksamkeit und Zeit fordern werde.
Ich habe mich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen, von meinem Amt als Stadtrat zurückzutreten.
Andreas Sneditz
„Des Weiteren belasten mich Vorfälle von anonymen Briefen, die gegen mich und meine Familie gerichtet sind. Diese unangenehmen Zwischenfälle haben nicht nur mein persönliches Wohlbefinden und das meine Familie beeinträchtigt, sondern auch meine Entscheidung maßgeblich beeinflusst“, so Sneditz. Der wichtigste Grund für seinen Rücktritt sei aber der Wunsch, mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können, so der verheiratete Vater zweiter Söhne.
Der Rücktritt als Stadtrat soll Ende Juni stattfinden. Als ordentlicher Gemeinderat in Völkermarkt will Sneditz aktiv bleiben.
Stadtamtsleitung in der einen und politische Karriere in der anderen Stadtgemeinde wären vom Gesetz her erlaubt, diese Konstellation sorgte aber dennoch für Gesprächsstoff.
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