Bevor Züge über das neue Tragwerk in Lend über die Salzach düsen dürfen, musste noch ein Belastungstest mit drei Loks durchgeführt werden.
Kein alltägliches Bild auf einer Bahnstrecke! Auf der neuen Brücke der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) im Pinzgauer Lend standen gleich drei Elektroloks aus drei unterschiedlichen Generationen dicht hintereinander. Mehr als 250 Tonnen Gewicht lasteten so auf der Brücke.
Statiker führten Messungen zu der Belastung durch und gaben schließlich grünes Licht. Die Werte stimmten mit den zuvor angestellten Berechnungen überein. Damit steht der Inbetriebnahme des neuen Bauwerks nicht mehr im Wege.
Zuvor hatte die alte Brücke 100 Jahre lang für eine sichere Überquerung der Salzach gesorgt und ist dann am Ende ihrer technischen Lebensdauer angelangt.
Bereits im Jahr 2022 starteten die Arbeiten zur Erneuerung. Und: Es wird nicht der letzte Neubau auf der Bahnstrecke bleiben.
Erneuerungen gehen ohne Pause weiter
Insgesamt investieren die ÖBB allein im heurigen Jahr 268 Millionen Euro im Bundesland Salzburg. Dabei geht es auch mit Erneuerungen auf der Strecke zwischen Schwarzach und Zell am See weiter. Insgesamt liegen auf dem Stück rund 80 Brücken. Als nächstes werden jene in Eschenau, die Brücke über den Kenlachgraben und mehrere Kleinbrücken erneuert. Dazu starten die Arbeiten noch im heurigen Jahr.
Schienenersatzverkehr wegen Modernisierung
Wegen der Bauarbeiten gibt es wieder Auswirkungen auf den laufenden Zugverkehr. Die ÖBB raten ihren Kunden, sich rechtzeitig vor der Reise über Änderungen zu informieren.
Zu Einschränkungen wird es vom 9. Juni bis zum 14. Dezember zwischen Zell am See und Saalfelden kommen. Da wird es keinen Halt in Maishofen-Saalbach geben. Die Haltestelle wird für die Ski-Weltmeisterschaft in Saalbach modernisiert. Ein Schienenersatzverkehr mit Bussen wird in dem Zeitraum eingerichtet.
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