Erst vor wenigen Tagen hat die „Krone“ über die sehr konkreten Planungen für ein neues Salzachkraftwerk bei Golling berichtet. Jetzt regt sich erste Kritik an dem Vorhaben. Grünen-Chefin Martina Berthold sieht das Projekt sehr skeptisch. Dabei ist ihre Partei in den letzten Jahren spätestens seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs durchaus Wasserkraft-freundlicher geworden. Das zeigte sich auch bei der Zustimmung zum Bau des Kraftwerks Stegenwald.
Auch jetzt sagt Berthold zur „Krone“: „Es ist klar: Wir müssen raus aus den teuren und klimaschädlichen fossilen Energien. Komplett sauberer und selbst produzierter Strom ist nicht nur eine dringend notwendige Klimaschutzmaßnahme, es ist auch eine langfristige Antiteuerungsmaßnahme.“ Allerdings sei der geplante Standort nahe beim Naturdenkmal Salzachöfen ungeeignet.
„Klimaschutz und Energiewende dürfen nicht auf Kosten der Natur gehen. Statt Naturschätze wie die Salzachöfen zu verbauen, sollten bestehende Wasserkraftwerke effizienter gestaltet werden und Tempo beim Ausbau der Windkraft gemacht werden“, erklärt Berthold. Wie berichtet ist ein sogenanntes Ausleitungskraftwerk geplant. Für den Bau müsste im Bereich des Pass Lueg ein Stollen durch den Ofenauer Berg getrieben werden. Die Salzburg AG will Mitte Juni die Anrainer und dann die Öffentlichkeit informieren.
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