Vergewaltiger (45):

„Vielleicht wollte sie ja auch schwanger werden“

Vorarlberg
29.05.2024 18:25

Ein 45-jähriger Türke hat in Vorarlberg drei Frauen vergewaltigt. Weil er nach einem psychologischen Gutachten zum Zeitpunkt der Taten nicht zurechnungsfähig war, kommt er nun in eine Anstalt.

Zehn Vorstrafen, davon eine wegen Vergewaltigung im Jahr 2004. Am Mittwoch stand der 45-jährige Türke einmal mehr vor dem Schöffensenat des Landesgerichtes Feldkirch. Wieder ging es um sexuelle Nötigung und Vergewaltigung in drei Fällen.

Im November 2022 kommt es zur sexuellen Nötigung des ersten Opfers in dessen Haus. Immer wieder versucht der Mann, die Frau zu küssen. Als diese sich wehrt, packt er sie am Kiefer und greift ihr zwischen die Beine. Das Opfer kommt mit Schürfwunden am Kinn davon.

Brutale Vergewaltigung im Tierpark
Im Juni vergangenen Jahres dringt er in Frastanz in die Wohnung einer Frau ein und attackiert sie. Wieder reißt er dem Opfer die Hose herunter. Verzweifelt wehrt sich die Frau gegen den großgewachsenen Mann und fleht ihn an, ihr nichts zu tun. Doch ihr Peiniger kennt keine Gnade und vergewaltigt sie brutal. Wieder gelingt ihm die Flucht.

Zwei Monate später zerrt er im Tierpark in Feldkirch eine weitere Frau ins Gebüsch, würgt sie und versetzt ihr mehrere Faustschläge ins Gesicht, ehe er das blutüberströmte Opfer vergewaltigt.

Der Angeklagte wurde in Handschellen in den Gerichtssaal geführt. (Bild: Dorn Chantall/Chantal Dorn, Krone KREATIV)
Der Angeklagte wurde in Handschellen in den Gerichtssaal geführt.

Paranoide halluzinogene Schizophrenie
Als die vorsitzende Richterin den Beschuldigten mit den Bildern der malträtierten Opfer konfrontiert, fleht er: „Können Sie die bitte wegtun?“ Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe verneint der Gewalttäter. Weder habe es je eine Vergewaltigung gegeben, noch habe er die Frauen so zugerichtet. Auf Nachfrage der Richterin, wie er sich zum Beispiel die schweren Verletzungen des Opfers im Wildpark erklären kann, antwortet er: „Vielleicht hat sie dort etwas verloren und gesucht. Vielleicht wollte sie ja auch schwanger werden.“

Nach kurzer Beratung folgt der Schöffensenat den Ausführungen von Gerichtspsychiater Reinhard Haller auf Einweisung des Betroffenen in eine forensisch-therapeutische Anstalt. Laut Haller leidet der intellektuell minderbegabte Gewalttäter an einer paranoiden halluzinogenen Schizophrenie. Aufgrund seines Krankheitsbildes war der Vergewaltiger bei den Taten nicht zurechnungsfähig.

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Sie haben scheinbar immer noch nicht begriffen, was Sie den Frauen angetan haben. Für immer wird das einen Schatten auf deren Seele werfen.

Richterin Sandholzer

Da von weiteren Taten mit schwerwiegenden Folgen auszugehen ist, ist die Einweisung in eine forensisch-psychiatrische Einrichtung nun beschlossene Sache. Was der Betroffene durch seine Zwischenrufe nicht zu akzeptieren scheint. Weshalb Richterin Sandholzer ihm in die Parade fährt: „Sie haben scheinbar immer noch nicht begriffen, was Sie den Frauen angetan haben. Für immer wird das einen Schatten auf deren Seele werfen.“

Chantal Dorn
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