Kooperationsmodell der AK, des ABZ Austria und des Landes wird den neuen Familienmodellen und dem Stand der Technik angepasst. Beratung und Tipps zum Thema Wiedereinstieg gibt’s künftig unter „Family!Works!“.
Wie können Eltern die Karenz am besten planen? Wie sieht der Wiedereinstieg in den Beruf aus? Und wie lassen sich Arbeitszeiten und Kinderbetreuung organisieren? Mit all diesen Fragen haben sich in den vergangenen zehn Jahren die Zuständigen der Vorarlberger Arbeiterkammer, des ABZ Austria und des Landes im Rahmen des Projekts „KarenzAktiv“ befasst.
Zum zehnjährigen Jubiläum der Kooperation blickten die Verantwortlichen nicht nur auf die vergangenen Jahre zurück. Vieles habe sich innerhalb der zehn Jahre geändert – nicht nur bei der Jugend habe sich die Mediennutzung enorm in Richtung digitale Kanäle verschoben. Selbst die jüngeren Digital Natives, beginnend mit den Jahrgängen um 1980 und jünger, seien mittlerweile in einer Lebensphase, in der sich immer mehr Fragen um Erwerbsarbeit und Elternschaft drehen würden.
Ein rascher Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Karenz ist für Eltern und vor allem für Frauen die wichtigste Voraussetzung für eine kontinuierliche Erwerbsbiografie, berufliche Chancen und finanzielle Absicherung.
Bernhard Heinzle, Präsident der AK Vorarlberg
Zeit also, auch dem Kooperationsprojekt einen neuen Anstrich zu verpassen. Ziel des neuen Auftritts – „KarenzAktiv“ wird dabei zu „Family!Works!“ – ist es, die kommunikative Wirkung zu steigern, die Wahrnehmung in den digitalen Medien weiter zu verbessern sowie neue und auch jüngere Zielgruppen anzusprechen.
Dabei sollen auch traditionelle bzw. überkommene Rollenbilder aufgebrochen werden: Väter sollen mehr Verantwortung für die Kinderbetreuung übernehmen, Mütter mehr Verantwortung abgeben und beide gemeinsam sollen ein neues Verständnis zur geteilten Verantwortung bilden.
Beim beruflichen Wiedereinstieg leistet das „Projekt Family!Works!“ einen wichtigen Beitrag. Dies ist auch mit Blick auf den anhaltenden Fachkräftebedarf für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg von zentraler Bedeutung.
Marco Tittler, Wirtschaftslandesrat (ÖVP)
Eltern haben die Möglichkeit, die Elternschaft partnerschaftlich zu planen und umzusetzen – auch, um so die Karrierechancen beider zu wahren. Ein Ziel ist deshalb auch ein besserer und schnellerer Wiedereinstieg in das Berufsleben. „Dieser ist für Eltern und vor allem für Frauen die wichtigste Voraussetzung für eine kontinuierliche Erwerbsbiografie, berufliche Chancen und finanzielle Absicherung“, betonte AK-Präsident Bernhard Heinzle bei der Präsentation von „Family!Works!“.
Im Fokus steht so auch das Thema Kinderbetreuung. Ist diese gut organisiert, können mehr Frauen schneller wieder in den Beruf einsteigen – allenfalls sogar mit höherem Arbeitszeitausmaß. „So stehen mehr Arbeitskräfte zur Verfügung und das Know-how, das Eltern in einem Betrieb bereits erworben haben, bleibt erhalten“, erklärte Wirtschaftslandesrat Marco Tittler. Mit Blick auf den anhaltenden Fachkräftebedarf seien diese Maßnahmen also auch für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg von zentraler Bedeutung.
Nicht nur Eltern profitieren von „Family! Works!“
Die Angebote des Kooperationsmodells „Family!Works!“ stehen nicht nur Eltern zur Verfügung, sondern richten sich auch an Unternehmer und Personalverantwortliche der Betriebe. In Talks und Workshops werden sie über Wiedereinstieg, Karenzmanagement, betriebliche Kinderbetreuung, Homeoffice und vieles mehr informiert. Unternehmen würden durch „Family!Works!“ lernen, was Karenzmanagement bedeutet und welche Vorteile es bietet, für Eltern zu attraktiven Arbeitgebern zu werden, sind die vier Kooperationspartner überzeugt.
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