Neuer Weltrekord

Bergführer bestieg Mount Everest zum 30. Mal

Viral
22.05.2024 17:57

Der nepalesische Bergführer Kami Rita Sherpa hat schon Dutzende Menschen auf den Mount Everest geführt (siehe Video oben). Damit hat er jetzt einen neuen Weltrekord aufgestellt – am Mittwoch stand er zum 30. Mal auf dem 8849 Meter hohen Gipfel.

Der 54-Jährige gibt sich bescheiden: „Es ist mir nie um die Rekorde gegangen. Ich ernähre so einfach meine Familie.“ Die Bergsteigerei sei für ihn einfach nur ein Job. Kami Rita Sherpa lebt im Himalaja-Gebirge und kommt wie viele aus einer Bergführerfamilie. Im Alter von 24 Jahren stand er zum ersten Mal auf dem Mount Everest. „Es gab wenige Expeditionen und wir Sherpas mussten uns mit harter Arbeit beweisen, um als Bergführer angeheuert werden“, erinnert sich der Nepalese zurück.

Kami Rita Sherpa (Bild: AFP/Prakash Mathema)
Kami Rita Sherpa

Damals seien nur erfahrene Alpinistinnen und Alpinisten auf holprigen Pfaden mit wenigen Sherpas unterwegs gewesen. Heute hingegen ist der Extremsport ein großes Geschäft. Immer mehr Expeditionsfirmen bieten All-Inclusive-Reisen zum Mount Everest an, die zwischen 50.000 und 100.000 Euro pro Person kosten. „Du kannst direkt mit dem Hubschrauber im Basislager landen und dort jedes Gericht bestellen, das du auch in einem Fünf-Sterne-Hotel in der Hauptstadt Kathamandu kriegst“, sagte Kami Rita Sherpa. Im Basislager gebe es eine angenehme Unterkunft, Internetverbindung und medizinische Versorgung.

Basiscamp auf dem Mount Everest (Bild: APA/AFP/PRAKASH MATHEMA)
Basiscamp auf dem Mount Everest
In der Nacht (Bild: Lakpa SHERPA / AFP)
In der Nacht
Buddhistisches Ritual vor dem Aufstieg (Bild: PRAKASH MATHEMA / AFP)
Buddhistisches Ritual vor dem Aufstieg

Expedition dauert etwa 45 Tage
Die Expeditionen dauern mit Anreise und Akklimatisierung durchschnittlich 45 Tage, das ist halb so lang wie zu Beginn der Tätigkeit von Kami Rita Sherpa. Mit Unterstützung schaffen es jährlich 300 bis 400 Ausländerinnen und Ausländer auf den höchsten Berg der Welt. Etwa ebenso viele sind bisher auf dem Mount Everest ums Leben gekommen, mehr als ein Drittel davon Sherpas.

Obwohl ihre Arbeit heutzutage nicht mehr so hart sei, würden sich viele Sherpas inzwischen alternative Jobs suchen, um ihr Leben nicht zu riskieren. Die Bezahlung betrage etwa 3000 bis mehr als 10.000 Euro – je nach Erfahrung – pro Saison. Selbst will Kami Rita Sherpa noch so lange auf den Mount Everest steigen, wie es seine Gesundheit erlaube. Seinen Kindern rät er jedoch, einen anderen Job einzuschlagen.

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