Rundes Jubiläum

Ein halbes Jahrhundert Plácido Domingo in Salzburg

Salzburg
20.05.2024 10:00

Vor einem halben Jahrhundert hatte Plácido Domingo seinen ersten Salzburg-Auftritt. Bei den Pfingstfestspielen steht er wieder auf der Bühne: Diesmal im Rahmen einer Gala mit zahlreichen Nachwuchs-Talenten.

Die Salzburger Pfingstfestspiele enden am Montag mit einem kleinen Ausreißer. Das Festival feiert in diesem Jahr Mozart – und zum Schluss auch noch Plácido Domingo. Seit sage und schreibe 50 Jahren tritt der spanische Startenor in der Stadt an der Salzach auf, erstmals im Jahr 1975 unter Herbert von Karajan als Don Carlos. Seitdem war er insgesamt an 17 Opernproduktionen und zehn Konzertabenden bei den Festspielen beteiligt.

Mozart hat bei ihm nie eine Rolle gespielt
Mozart hat Domingo in all der Zeit allerdings nie gesungen. Dies wird sich aber auch mit der Gala am Montagabend nicht ändern, die die Pfingstfestspiele ihm zu Ehren veranstalten. Doch warum auch? Mozart hat in Domingos Karriere nie eine zentrale Rolle gespielt. Stattdessen steht auf dem Programm, womit das einstige Mitglied der legendären „3 Tenöre“ in der Welt berühmt wurde: Verdi und der Rest der Garde großer Italiener. Sie haben ihn zum „Marathonmann der Tenöre“ gemacht, wie einer von Domingos zahlreichen Superlativ-Spitznamen lautet.

Doch dass kein anderer so viele Tenorrollen wie er gesungen hat, reichte dem Spanier mit den Hummeln im Hintern nicht. Im Jahr 2009 wollte er es sich und der Welt noch einmal mit einem Fachwechsel beweisen und kehrte zurück zu seinen Anfängen im Baritonfach. Dass Tenöre in dieser Lage starten, ist nicht ungewöhnlich. Dass sie nach einem Wechsel zum Tenor wieder zurückkehren, schon. Doch auch diese Transformation gelang dem Mann mit der edlen Legato-Kultur.

Ein Ehrenkonzert mit seinen Schützlingen
Mit mittlerweile 83 Jahren ist er immer noch aktiv und deshalb auch in seinem eigenen Ehrenkonzert auf der Bühne zu hören, quasi neben seinen Schützlingen. Seit 1993 setzt sich Domingo nämlich mit dem von ihm gegründeten „Operalia“-Wettbewerb für vielversprechende Stimmen von morgen ein, zu denen große Namen wie Sonya Yoncheva, Aida Garifullina oder Rolando Villazón gehören, die mit weiteren ehemaligen Preisträgern des Wettbewerbs den ausverkauften Abend im Großen Festspielhaus begleiten werden.

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